Mehr Transparenz bei der Erteilung von Hausaufgaben

Schulministerin Barbara Sommer unterstützt Forderungen der Landeselternschaft der Gymnasien in Nordrhein-Westfalen, die heute eine Entlastung der Schülerinnen und Schüler durch eine bessere Abstimmung der Hausaufgaben gefordert hatte. "Es ist die Aufgabe der Lehrer einer Klasse, sich untereinander abzustimmen, um die Belastungen der Schüler zu begrenzen. Wichtig ist, dass die Vergabe von Hausaufgaben und die zu erwartende Dauer für deren Erledigung in den Schulen für alle transparent gestaltet werden", erklärte Barbara Sommer.

27.03.2009 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Der von der Landeselternschaft vorgeschlagene Weg, den notwendigen Zeitrahmen einer Hausaufgabe in das Klassenbuch einzutragen, könne dabei eine sehr sinnvolle Unterstützung sein. Barbara Sommer: "Diese Idee finde ich hervorragend. Die Lehrer können dann besser erkennen, wie groß die zeitliche Belastung ihrer Schüler bereits ist. Ein Fachlehrer in der fünften oder sechsten Stunde sieht zudem, ob er für sein Fach überhaupt noch Hausaufgaben aufgeben kann oder ob das Zeitkontingent schon ausgeschöpft ist. Die Schülerinnen und Schüler können die an sie gestellten Anforderungen leichter nachvollziehen. Und auch die Eltern können dann genau sehen, ob die Belastungen ihrer Kinder zu groß sind."

Die Schulministerin verwies darauf, dass es bereits klare Regelungen dazu gebe, wie viel Zeit Hausaufgaben in Anspruch nehmen dürfen. Sie dürfen in den Klassen 5 und 6 höchstens 90 Minuten dauern, danach höchstens 120 Minuten. An Tagen mit Nachmittagsunterricht (mehr als sechs Unterrichtsstunden) gelten noch striktere Grenzen, hier dürfen in Fächern, die auch am Folgetag auf dem Stundenplan stehen, keine Hausaufgaben aufgegeben werden. Barbara Sommer: "Sinn, Ausmaß und Verteilung von Hausaufgaben sollen mit den Schülerinnen und Schülern und in den Klassenpflegschaftsversammlungen sowie in Einzelberatungen mit Eltern erörtert werden. Bereits jetzt ist festgelegt, dass der Klassenlehrer in Zusammenarbeit mit den Fachlehrkräften das Ausmaß der Hausaufgaben zu beobachten und gegebenenfalls für einen Ausgleich zu sorgen hat. Wenn es in diesem Zusammenhang Probleme an Schulen gibt, sollten Eltern und Schüler in der Klassen-oder Schulkonferenz diese Thematik offen ansprechen."

Regelmäßige Gespräche über Hausaufgaben innerhalb der Schulen bezeichnete die Ministerin als notwendige Vorraussetzung für das Gelingen einer guten Bildung: "Hausaufgaben sind notwendig. Wissenschaftliche Studien zeigen aber, dass man dieses Mittel sehr gezielt einsetzen muss, um die gewünschten Erfolge zu erzielen. Nur dann sind Hausaufgaben pädagogisch sinnvoll."


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