Rheinland-Pfalz

Mehr Unterrichtserfolg durch konzertierte Erziehungsoffensive

Die ständigen Diskussionen über neue Schulformen und -strukturen täuschen darüber hinweg, dass ein Hauptproblem der heutigen Schule unerzogene Kinder und Jugendliche sind. Verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler stören ohne Rücksicht auf lernwillige Klassenkameraden selbst den spannendsten Unterricht oder machen ihn mitunter völlig unmöglich.

14.11.2011 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Immer mehr Eltern, die sich intensiv um die Erziehung ihrer Kinder bemühen, wehren sich dagegen, dass die schulische Arbeit durch disziplinlose Schüler und Schülerinnen torpediert wird. "Wenn Lehrkräfte ständig gezwungen sind, Unterricht zu unterbrechen, um pädagogisch regulierend einzugreifen, verhindert dies erfolgreiches Lernen", so der VDR-Landesvorsitzende Bernd Karst. Er forderte Eltern, Ministerium und Lehrkräfte zu einer gemeinsamen Erziehungsoffensive auf.

Massive permanente Unterrichtsstörungen sollten von den Lehrkräften auch als solche benannt, besprochen und geahndet werden. Schülerinnen und Schüler müssen durch konsequentes Handeln erfahren, dass ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche in der Schule nicht zum Maß aller Dinge genommen werden können.

Eltern sollten ihren Kindern deutlich machen, dass Unterricht keine permanente Spaßveranstaltung sein kann. Die Freude über die eigene Leistung ist umso größer, mit je mehr Anstrengung sie erzielt worden ist. Der Stolz über selbständig erreichte Erfolge fördert das Selbstwertgefühl und die weitere Leistungsbereitschaft.

Von der Schulbehörde fordert der VDR Unterstützung z.B. durch Verstärkung der Schulsozialarbeit, Ausbau des schulpsychologischen Dienstes sowie zusätzliche Lehrerwochenstunden für Programme zur Gewaltprävention oder Konfliktbewältigung und zur Erziehungsberatung der Eltern. Bei Konfliktfällen erwarten die Pädagogen Rückendeckung durch die Schulaufsicht.

Ansprechpartner

Verband Reale Bildung

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