Ministerin bietet Elternverbänden Gespräch im Frühjahr an
Kultusministerin Marion Schick zeigte sich am Dienstag (15. Februar 2011) in Stuttgart offen gegenüber den von Elternverbänden geäußerten Anliegen: "Eine wichtige Voraussetzung für den schulischen Erfolg von Kindern und Jugendlichen ist eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule. Dies kann nur gelingen, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Es ist deshalb wichtig und richtig zu diskutieren, wie wir die Eltern noch stärker einbinden können." Die Ministerin kündigte an, dazu im Frühjahr das Gespräch mit den Elternverbänden zu suchen: "Mir ist wichtig, in einen unaufgeregten Diskussionsprozess einzusteigen und Möglichkeiten einer stärkeren Mitwirkung wie auch Verantwortung der Eltern am Schulleben zu finden." Sie wünsche sich, dass sich die Eltern im gleichen Zug auch dazu bereit erklärten, mehr Verantwortung zu übernehmen.
15.02.2011 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergMit Blick auf die Diskussion um Chancengerechtigkeit erklärte die Ministerin: "Bei uns machen mehr Arbeiterkinder als in vielen anderen Ländern Abitur. Vor allem mit den beruflichen Gymnasien gelingt es uns, Bildungsgerechtigkeit und Bildungsbeteiligung deutlich zu stärken", hob Schick hervor. Eine Expertise habe erst kürzlich klar belegt, dass der Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg auf dem Weg zum Abitur in Baden-Württemberg weit weniger stark ausgeprägt ist als bisher angenommen. Nichtsdestotrotz sehe sie es auch weiterhin als wichtigste Zukunftsaufgabe an, die Potenziale der Kinder und Jugendlichen aus bildungsferneren Familien gezielt zu fördern. Der Expertenrat werde dazu Anfang März Empfehlungen vorlegen.
Darüber hinaus kündigte die Ministerin an, in der neuen Legislaturperiode das bisherige Schulleiterbesetzungsverfahren auf den Prüfstand zu stellen und weiterzuentwickeln.
Keine Kommentare vorhanden