Schleswig-Holstein

Ministerin Britta Ernst im Landtag: Leistung zählt auch in der notenfreie Schule

"Notenzeugnisse, Berichtszeugnisse oder eine Kombination aus beiden: Ich möchte den Grundschulen die Freiheit lassen, ihren eigenen Weg zu gehen", sagte heute (10. Oktober) Bildungsministerin Britta Ernst im Landtag.

10.10.2014 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Niemand muss, alle können", sagte sie mit dem Hinweis darauf, dass die Grundschulverordnung Berichtszeugnisse zur Regel mache, jede Schule sich aber auch für die Notengebung im 3. und 4. Jahrgang entscheiden könne. Sie kündigte an, das Verfahren nach dem ersten Durchlauf im Schuljahr 2014/15 zu prüfen.

"Eine differenzierte Leistungsbewertung kann dem Kind mit seinen individuellen Stärken und Schwächen besser gerecht werden", sagte Ernst und betonte zugleich, ein Verzicht auf Ziffernnoten sei kein Angriff auf Lern- und Leistungsvorstellungen. Leistungsziele seien vielmehr auch in einer notenfreien Schule von elementarer Bedeutung. So würden in den Jahrgängen 1 und 2 mit guten Erfahrungen lange schon keine Noten mehr vergeben.

Verpflichtend hat die Landesregierung mit dem neuen Schuljahr ein verpflichtendes Elterngespräch vor dem Wechsel zu einer weiterführenden Schule eingeführt. Dies basiert auf einem Entwicklungsbericht, der die Kompetenzen der Schülerin oder des Schülers beschreibt. "Deshalb ist es sinnvoll, wenn die Eltern nach kompetenter pädagogischer Beratung entscheiden, wie es schulisch für ihre Kinder weitergeht", sagte die Ministerin.


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