Abitur

Ministerin Ernst: "Dank neuer Oberstufen und Kooperationen mit anderen Schulen können mehr Jugendliche Abitur machen"

(red) Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Britta Ernst berichtete am 17. Juni im Landtag über die Entwicklung der Oberstufen an Gemeinschaftsschulen. Demzufolge ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die eine gymnasiale Oberstufe besuchen, in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: von 28.603 im Schuljahr 2004/05 auf 51.816 im Schuljahr 2014/15.

18.06.2015 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Diese Zahlen zeigen, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler ihre Potenziale entfalten können. Und sie zeigen auch, dass der Bildungsweg von Kindern und Jugendlichen weniger als früher von der sozialen Ausgangslage ihrer Familien bestimmt wird", sagte Ministerin Ernst.

Mit der Schulgesetzänderung 2014 habe Schleswig-Holstein an allen weiterführenden Schulen die Möglichkeit geschaffen, alle Abschlüsse zu erreichen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass Eltern, Kinder und Jugendliche dieses Angebot nutzten. So seien in der derzeitigen Wahlperiode 16 neue Oberstufen an Gemeinschaftsschulen genehmigt worden, wobei der Ausbau-Stand unterschiedlich sei: Zwei Schulen sind im ersten Jahr der Qualifikationsphase und werden im kommenden Jahr erstmalig Abiturprüfungen abnehmen; zehn Schulen haben in diesem Schuljahr mit der Einführungsphase begonnen und vier Schulen werden im kommenden Schuljahr mit ihrem ersten Oberstufenjahrgang starten.

"Die Nachfrage nach Oberstufenplätzen bestätigt, dass die Genehmigung zusätzlicher Oberstufen an Gemeinschaftsschulen der richtige Weg ist, um junge Menschen, die die Leistungsvoraussetzungen erfüllen, zu ermutigen, in die Oberstufe zu wechseln." Die Ministerin betonte, dass gerade für Kinder aus Familien, in denen das Abitur nicht selbstverständlich sei, die Oberstufe an der eigenen Schule den Schritt zur Hochschulreife erleichtere.

Sie hob außerdem hervor, dass vor der Genehmigung einer Oberstufe klar definierte Voraussetzungen gelten:

  • Die Zahl der Schülerinnen und Schüler soll - zuzüglich der Schülerinnen und Schüler aus umliegenden Schulen - nach drei Jahren voraussichtlich dauerhaft bei 50 und mehr in jedem Jahrgang der Oberstufe liegen.
  • Die neue Oberstufe darf keine andere Schule aus der unmittelbaren Nachbarschaft in ihrem Bestand gefährden.

Insgesamt sei das neue Oberstufenangebot an den 16 Schulen bisher gut angenommen worden: Sechs der Schulen hätten deutlich mehr als 50 Schülerinnen und Schüler in ihre Oberstufe aufgenommen und nur an drei Schulen habe die Zahl noch unter 50 gelegen. Zudem zeigten die Anmeldezahlen für das neue Schuljahr, dass an fünf Schulen ein dreizügiger elfter Jahrgang eingerichtet werden könne.

"Es ist unser Ziel, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, das Abitur zu erreichen", sagte Ernst. Wo das mit einer eigenen Oberstufe nicht möglich sei, könnten Kooperationen mit Beruflichen Gymnasien, mit Gymnasien oder mit Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe geschlossen werden. "Diese Möglichkeit wird von vielen Schulen genutzt. Zeitweise werden fast täglich neue Vereinbarungen getroffen. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung", sagte Ministerin Ernst. Aktuell gibt es 104 Kooperationen: 63 mit Beruflichen Gymnasien, mit den Gymnasien 37 und mit den Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe 4.


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