Ministerium bezieht Umfrage der LEV in laufende Überlegungen mit ein

Die Landeselternvertretung (LEV) der Gymnasien hat sich mit der Arbeitsbelastung der Oberstufenschülerinnen und -schüler im Rahmen einer Befragung beschäftigt und diese am heutigen Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Zeitraum August bis November 2008 haben sich 17 von 33 Gymnasien beteiligt. 1.722 Schülerinnen und Schüler von insgesamt ca. 6.000 haben an der Befragung teilgenommen, davon 755 aus G 8 und 965 aus G 9.

04.12.2008 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

In einer ersten Bewertung der Befragung zeigt sich, dass in der Praxis zwischen G8 und G9 kaum ein Unterschied in den beiden Lerngruppen feststellbar ist. Teilweise liegen die Ergebnisse soweit zusammen, dass diese dem Zufallsbereich zuzuordnen sind. Insgesamt bestätigt die Befragung damit, was viele Schulleiterinnen und Schulleiter bisher stets feststellten. "Wir danken der LEV Gymnasien für diese sehr aufwendige Befragung. Sie gibt uns wertvolle Erkenntnisse auf das subjektive Befinden der Schülerinnen und Schüler. Wir werden uns nun intensiv mit den Ergebnissen befassen", sagt Ministeriumssprecher Torsten Rott

Das Ministerium will den konstruktiven Dialog mit der LEV Gymnasien im Hinblick auf die aus der Befragung abgeleiteten Forderungen fortsetzen. Der Ministeriumssprecher verweist aber auch darauf, dass zu den heute veröffentlichten Forderungen bereits Maßnahmen durch das Ministerium umgesetzt werden. Hier sei auf die laufende Untersuchung der Lehrpläne oder die bereits eingeführten "Kleine-Klassen-Garantie" sowie die Möglichkeit zur Bildung von Ganztagsklassen im Rahmen der Freiwilligen Ganztagsschule plus hingewiesen.

Ferner zeigt die Befragung, dass sich manche Vermutungen und Behauptungen bezüglich einer angeblichen übermäßigen Belastung der G8-Schüler als weit übertrieben herausgestellt haben. "Wir freuen uns, dass die LEV auch nach der Befragung mit uns der Meinung ist, dass im Doppeljahrgang G8/G9 keine chaotischen Zustände an den saarländischen Schulen gibt. Und dass man als G8-Schüler auch ohne Nachhilfe das Abitur erfolgreich und mit guten Noten ablegen kann", so Ministeriumssprecher Rott.

Die Befragung durch die Elterngruppe zeigt auch, dass die Wiederholerquote in der G8-Gruppe kleiner als in der G9-Gruppe ist. Nur gut die Hälfte der saarländischen Gymnasien hat sich an der Umfrage beteiligt, und bei diesen Schulen auch nur etwa die Hälfte der Schüler. Das kann als Indiz dafür gewertet werden, dass für viele Schulen und Schüler das G8 längst nicht den Stellenwert hat, wie es oftmals dargestellt wird.

Im Bereich der Nachhilfe sieht die Studie zwar einen deutlicheren prozentualen Unterschied zwischen G8 und G9. "Berücksichtigt man aber die Zahl der Rückmeldungen aus den siebzehn Schulen, soll handelt es sich um insgesamt lediglich um einen Unterschied von 36 Schülern. Damit entkräftet die Studie den befürchteten immensen Anstieg an Nachhilfe", so Rott abschließend.


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