Mit Bananenflanken zum Europameistertitel

Johannes Burkart (19) und Alexander Joos (19) aus Baden-Württemberg wurden gestern in Stockholm mit einem ersten Preis beim Europäischen Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet. Nur vier Monate nach ihrem Jugend forscht Bundessieg konnten sich die beiden Jungforscher damit auch international gegen 120 Konkurrenten aus 33 Ländern durchsetzen. Die feierliche Preisverleihung im Stockholmer Grand Hotel war Höhepunkt des 18. European Union Contest for Young Scientists.

29.09.2006 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis konnten die beiden Abiturienten für ihre physikalische Analyse des Flugverhaltens von Bällen entgegennehmen, mit der sie im Mai dieses Jahres bereits den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit gewonnen hatten. Zusätzlich erhielten die jungen Physiker als Sonderpreis eine Einladung zum "Stockholm International Youth Science Seminar" und zur Nobelpreisverleihung 2006. Die Jungforscher beeindruckten die Jury auch in Schweden mit den Flugkurvenexperimenten, die sie mit einer Tischtennis-Trainingsmaschine durchgeführt hatten. Diese werteten sie mit dem Computer aus und nutzten die so gewonnenen Erkenntnisse, um dem Geheimnis der "Bananenflanken" wissenschaftlich auf den Grund zu gehen.

Einen zweiten, mit 3.000 Euro dotierten Preis konnte Thomas Gigl (19) aus dem bayerischen Wolnzach entgegennehmen. Als Sonderpreis erhielt er darüber hinaus einen einwöchigen Aufenthalt im European Southern Observatory. Auch für Thomas Gigl ist es nicht der erste Erfolg: Für seine Radialgeschwindigkeitsbestimmungen spektroskopischer Doppelsterne erhielt er beim diesjährigen Bundeswettbewerb von Jugend forscht bereits den hochdotierten Preis des Bundespräsidenten.

Der European Union Contest for Young Scientists ist eine Initiative der Eu-ropäischen Kommission. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Austausches und der Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern. Der EU-Wettbewerb fand erstmals 1998 in Brüssel statt. Von Beginn an waren die deutschen Teilnehmer von Jugend forscht auf internationaler Ebene sehr erfolgreich: Mehr als zwei Drittel aller von ihnen vorgestellten Projekte erzielten einen der vorderen Plätze.

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