Mit Bergblau zum Bundesfinale
Die ersten Landessieger der Jubiläumsrunde von Jugend forscht stehen fest. Am Mittwoch präsentierten 64 Jungforscher ihre Arbeiten beim saarländischen Landeswettbewerb, der vom Patenunternehmen RAG BILDUNG Saar GmbH in der Universität des Saarlandes ausgerichtet wurde. Dabei qualifizierten sich acht Jugendliche mit fünf Projekten für den 40. Bundeswettbewerb Jugend forscht Ende Mai in Dortmund.
10.03.2005 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Den Landessieg im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften errangen Katrin Hewer (18) und Vanessa Gergen (18) vom Robert-Schuman-Gymnasium in Saarlouis mit einer Arbeit zum "Wallerfanger Blau". Sie untersuchten die mittelalterliche und frühneuzeitliche Gewinnung des Minerals Azurit, das schon die Römer als "Bergblau" in Wallerfangen abgebaut hatten, und seine Verwendung in der Malerei zum Beispiel durch Albrecht Dürer. Die Jungforscherinnen analysierten das von ihnen in einem stillgelegten Bergwerk gewonnene und anschließend aufbereitete blaue Farbpigment mit einem Rastertunnelmikroskop.
Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Nicole Maxmini (21) und Manuel Horras (21) von der RAG Bildung Saar. Sie entwickelten eine spezielle "Kühlmittelfilter- und Reinigungsanlage". Diese verlängert die Verwendbarkeit von Kühlmitteln und reduziert so die hohen Kosten, die durch das regelmäßig erforderliche Auswechseln entstehen.
Als weitere Landessieger sicherten sich folgende Jungforscher die Teilnahme am Bundesfinale: Tobias Tebbi (14) vom Gymnasium Am Schloss in Saarbrücken im Fachgebiet Mathematik/Informatik mit einer Arbeit zu "mechanischen und digitalen Berechnungsmethoden von großen Potenzen", Patrick Langendörfer (15) und Katharina Wagner (14) vom Gymnasium Wendalinum in St. Wendel im Fachgebiet Physik mit dem Projekt "Erzeugung eines Regenbogens" sowie Jeannine Ziegler (18) vom Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach mit einer Untersuchung zum "Teilungsverhalten bei Kindern" im Fachgebiet Biologie.
Der 40. Bundeswettbewerb Jugend forscht findet vom 26. bis 29. Mai 2005 in Dortmund statt. Die Veranstalter, die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), erwarten die bundesweit besten Nachwuchsforscher, die ihre Projekte in sieben naturwissenschaftlichen und technischen Fachgebieten einer Expertenjury sowie der Öffentlichkeit präsentieren. Pressevertreter können sich während des viertägigen Finales umfassend über die Leistungen des deutschen Forschernachwuchses informieren.
Kontaktadresse:
Stiftung Jugend forscht e.V.
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 / 374709 - 0
Fax : 040 / 374709 - 99
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