Mobile Reserve an den Gymnasien nur Augenwischerei von Kultusminister Spaenle
"Was nützt eine mobile Reserve, wenn sie nicht mobil ist?" fragt sich die SPD-Landtagsabgeordnete und Bildungspolitikerin Karin Pranghofer, nachdem sie festgestellt hat, dass das Kultusministerium für Unterfrankens Gymnasien zwar zwölf mobile Reserven für das kommende Schuljahr zugeteilt hat, aber keine einzige im September verfügbar ist. "Die Kräfte sind bereits vor Schuljahresbeginn an eine feste Einsatzschule vergeben und schließen anderweitige Lücken", ist Karin Pranghofer empört. Keine einzige ist "mobil" und kann den kommenden Unterrichtsausfall auffangen. "Das tritt den Wunsch der Eltern mit Füßen, die sich jahrelang für eine tatsächliche Reduzierung des Unterrichtsausfalls im Gymnasium eingesetzt haben", betont die SPD-Bildungspolitikerin.
08.08.2011 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei DeutschlandsDie vollmundige Ankündigung Minister Spaenles vom März diesen Jahres (siehe www.km.bayern.de/allgemein/meldung/390.html), der dem Unterrichtsausfall an den Gymnasien mit den "mobilen Reserven" den Kampf angesagt hat, ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist, so die Aschaffenburger SPD-Landtagsabgeordnete. "Hier soll der gesamten Schulfamilie etwas vorgegaukelt werden, was tatsächlich nicht vorhanden ist."
Zwölf "mobile Reserven" für ganz Unterfranken sind für die Bildungsexpertin bei weitem nicht genug, um den tatsächlichen Stundenausfall aufzufangen, der durch Krankheit, Schwangerschaft und Fortbildung regelmäßig entsteht. Das ergibt sich allein aus der Tatsache, dass es 35 staatliche Gymnasien im Regierungsbezirk Unterfranken gibt. Sie hätten eine größere Unterstützung aus München verdient, so die SPD-Landtagsabgeordnete. Aber noch nicht einmal die angekündigte erhalten sie jetzt tatsächlich, bedauert die SPD-Politikerin. Pranghofer: "Alles Augenwischerei von Kultusminister Spaenle ."
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