Münch verteidigt Kürzungen bei freien Schulen
Bildungsministerin Martina Münch hat sich heute Mittag in Potsdam an Eltern und Schülerinnen und Schüler von Schulen in freier Trägerschaft gewandt, die am Fuß des Brandenburger Landtages gegen die von der Landesregierung geplanten Kürzungen bei den freien Schulen protestiert haben.
31.08.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgMünch dankte den Eltern, Kindern und Jugendlichen für ihr Engagement. Schulen in freier Trägerschaft seien eine Bereicherung der Bildungsstruktur im Land Brandenburg und auch künftig willkommen. Gleichzeitig verteidigte Münch angesichts der geplanten Konsolidierung des Landeshaushaltes die Kürzungen im Bildungsbereich: "Unser Land will und muss in den kommenden Jahren finanziell auf eigenen Füßen stehen. Das bedeutet Einschnitte in allen Bereichen, auch bei der Bildung, auch bei den Schulen in freier Trägerschaft. Das Bildungsministerium muss im kommenden Jahr mit 24 Millionen Euro weniger auskommen - davon sind die freien Schulen mit etwa 4,8 Millionen Euro betroffen. Brandenburg gehört zu den Ländern, die bislang die freien Schulen mit am besten ausgestattet hat, schließlich wollten wir vor 20 Jahren eine neue Schullandschaft entwickeln. Das ist gelungen, in Brandenburg gibt es mittlerweile deutlich mehr freie Schulen als in den meisten anderen Ländern. Die Neuordnung der Finanzierung soll zu einer ausgewogenen Verteilung der Lasten zwischen öffentlichen und freien Schulen und zu mehr Transparenz führen. Die neue Finanzierungsstruktur wird erst zum kommenden Schuljahr und dann schrittweise bis 2015 eingeführt. Ich bin überzeugt: Das Grundrecht der Privatschulfreiheit ist damit nicht gefährdet - wir werden auch künftig eine lebendige Schullandschaft mit öffentlichen und freien Schulen haben."
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