Nachwuchsforscher überzeugen mit innovativen Ideen

18 Jugendliche vertreten Bayern mit 11 prämierten Projekten beim 41. Bundeswettbewerb von Jugend forscht. Die jungen Wissenschaftler konnten sich heute in München für das Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb qualifizieren. Insgesamt waren 86 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Landesentscheid im Deutschen Museum angetreten.

06.04.2006 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Im Fachgebiet Arbeitswelt siegten Tobias Erbacher (17), Melanie Speth (18) und Dominic Schlerpf (19). Die Auszubildenden der Haacon Hebetechnik GmbH in Freudenberg entwickelten eine Software, die es ihrem Betrieb in Zukunft ermöglicht, die internen Instandhaltungsprozesse zu verbessern, wodurch sich vor allem die Arbeitsicherheit an Maschinen erhöht.

Matthias Jehle und Raphael Lattke vom Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium in Weißenhorn untersuchten den Bakterienfarbstoff Violacein. Die 17-Jährigen zeigten in ihrer ausgezeichneten Biologie-Arbeit zudem, dass der Stoff auch antibiotisch wirkt. Ebenfalls aus diesem Fachgebiet kommt die beste interdisziplinäre Arbeit: Sven Wlach (18) vom Gymnasium Eckental präsentierte ein beeindruckendes Modell, mit dem sich die "Flügelbewegung von Insekten" veranschaulichen lässt.

Gleich drei Projekte aus dem Fach Geo- und Raumwissenschaften dürfen beim Bundesfinale antreten. Thomas Gigl (18) vom Gymnasium Wolnzach gelang es, mit einem selbstgebauten Spektrographen die Radialgeschwindigkeiten von Himmelskörpern nachzuweisen. Mit einer Analyse bislang weitgehend unbekannter Mikrofossilien aus China überzeugte der 21-jährige Daniel Schütz von der Berufsfachschule für biologisch-technische Assistenten Nürnberg die Jury. Markus Giftthaler (17) vom Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium in Vilsbiburg, der bereits im vergangenen Jahr Bundessieger geworden war, konnte sich erneut auf Landesebene durchsetzen. In seinem Klimaforschungsprojekt untersuchte der 17-Jährige Lufteinschlüsse in einem Eisbohrkern aus der Antarktis.

Den Landessieg in Chemie errangen Thomas Gnandt (18) und Lisa Gutjahr (16) vom Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach mit ihrem Projekt "Aktiv gegen Passivrauchen: Untersuchung zur Entgiftung von Raucherluft". Robert Bamler (19) vom Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching präsentierte ein "Lexikon für die Hosentasche" und war damit in Mathematik/Informatik erfolgreich. Seine Entwicklung macht das Internet-Nachschlagewerk Wikipedia auf einem Apple iPod verfügbar. In Technik konnten sich Stefan Krüger (16) und Florian Schnös (17) vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt mit ihrer Konstruktion eines technischen 3D-Scanners durchsetzen.

Im Fach Physik wurden zwei Projekte mit dem 1. Preis ausgezeichnet: Magnus Anselm (19) und Sebastian Glasl (18) vom Gabriel-von-Seidl-Gymnasium in Bad Tölz siegten mit einem selbstgebauten digitalen Tropfenspektrometer zur Messung von Niederschlägen. Die 15-jährige Corinna Kufner vom Benedikt-Stattler-Gymnasium in Kötzting entwickelte ein neuartiges Refraktometer.

Der 41. Bundeswettbewerb findet vom 18. bis 21. Mai 2006 in Freiburg statt – gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Sick AG.

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