Namensforschung in der Schule
(red) Welche Bedeutung hat mein Familienname? Woher kommt er, wer waren meine Vorfahren? Viele Menschen suchen nach den eigenen Wurzen. Wie sie fündig werden können, erklärt Professor Jürgen Udolph.
08.04.2011 ArtikelEr ist einer der bekanntesten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Namensforschung und war bis März 2008 als Professor für Onomastik an der Universität Leipzig tätig. Ein erfolgreiches Rechercheinstrument, so sein Tipp, ist das Internet. Erste Anlaufstelle: Verbreitungskarten von Namen, auf denen sich kostenfrei suchen lässt. Denn entscheidend sei, woher der Name kommt.
Außerdem empfiehlt der Wissenschaftler ein auf den ersten Blick ungewöhnliches Webangebot: Die Internetseiten der Mormonen familysearch.org/. Hier sind drei Milliarden Familiennamen dokumentiert. "Sie können dort hineinschauen und finden in 90 bis 95 % der Fälle Ihre Vorfahren. Denn die Mormonen haben die Kirchenbücher Ost- und Mitteleuropas verzettelt."
Was allerdings nicht bedeutet, dass man bei der Namensforschung auf Experten verzichten könne, denn: " In 500 bis 800 Jahren werden alle Namen im Internet erklärt sein, bis dahin hilft es bei der Suche nach gängigen aber nicht unbedingt bei ungewöhnlichen Namen - da muss man sich auch auf Experten verlassen." Lehrern empfiehlt der Namensforscher, das Thema mit ihren Schülern zu behandeln, etwa in einer Vertretungsstunde. "Schüler sind dann sehr aufmerksam, es geht um den eigenen Namen, und da hat man einen großen Zuspruch".
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Weiterführende Links
- familysearch
- Weitere Verbreitungskarten
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