Neue Erkenntnisse zur Rechenschwäche
(bikl) Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler will jetzt eine mögliche Ursache der Rechenschwäche entdeckt haben.
23.03.2007 ArtikelDemnach identifizierten die Forscher um den Neurowissenschaftler Roi Cohen Kadosh von der Ben-Gurion-Universität in Beer-Sheva eine Region im Gehirn, die bei einer Fehlfunktion die so genannte Dyskalkulie auslösen kann.
Dafür störten sie gezielt ein Areal im Großhirn und lösten so eine vorübergehende Rechenschwäche bei ihren Versuchspersonen aus. Die Studie soll im April im Fachjournal "Current Biology" erscheinen. Laut Studie ist der rechte Parietallappen im Großhirn für die Verarbeitung der Rechen- Informationen verantwortlich. Mit den Studienergebnissen erhoffen die Forscher sich bessere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.
Erst im vergangenen Jahr hatten italienische Wissenschaftler durch verschiedene Untersuchungen mit Schlaganfallpatienten belegt, dass Zahlen im Gehirn räumlich repräsentiert sind und dass diese Form der Repräsentation spezifischfür Zahlen ist und nicht generell für geordnete Sequenzen.
Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Dyskalkulie eine Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, die durch unterdurchschnittliche Leistungen im mathematischen Bereich gekennzeichnet ist, während in anderen Fächern sichtlich bessere Leistungen erbracht werden.
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