Hamburg

Neuer Film zeigt, wie individualisiertes Lernen an Schulen ermöglicht werden kann

Wie kann es Schulen gelingen, den Schülern individualisiertes Lernen zu ermöglichen? Dieser Fragespürt der Film "Frau Kaiser besteht drauf" nach. Er stellt drei Schulen vor, die ihre Strukturen veränderthaben, um Raum für individualisiertes Lernen zu schaffen. Die drei Schulen unterscheiden sich in vielfacherHinsicht voneinander – bezüglich der Schulform, des schulischen Profils und ihrer pädagogischen Ideen.

26.01.2012 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Eins aber ist ihnen gemeinsam: ihre konzeptionelle Klarheit und die Kraft in der Umsetzung ihrer Ideen. Beauftragt hat den Film das Institut für Bildungsmonitoring der Behörde für Schule und Berufsbildung.Seine Mitarbeiter begegnen im Rahmen ihrer Arbeit häufig Beispielen gelungener Schulpraxis. Da Schulenoft den Wunsch äußern, voneinander zu lernen, ist die Idee entstanden, gute Ansätze filmisch sichtbar zumachen und allen Schulen zur Verfügung zu stellen. Der Film gibt bewusst keine fertigen Rezepte vor,sondern lädt dazu ein, über Schulentwicklung nachzudenken. Zudem beleuchtet er die Rolle der Lehrkraft,die Bedeutung des Dialogs zwischen Lehrenden und Lernenden und die Bedeutung der Kooperation und Kommunikation von Lehrkräften. Er soll Anlass und Gelegenheit bieten, gemeinsam im Kollegenkreis, aberauch mit allen an Schule Interessierten über die Möglichkeiten zur nachhaltigen Veränderung von Schule zu sprechen.

Der Film wählt ganz unterschiedliche Beispiele aus, um zu zeigen, wie vielfältig die Wege sind, die Schulenzur Individualisierung von Lernprozessen einschlagen. Das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium hatForscher- und Trainingskurse eingerichtet, um jeden Schüler gemäß seiner Stärken und Schwächen zufördern. Die Grundschule Rellinger Straße arbeitet jahrgangsübergreifend mit der Unterstützung vonLogbüchern und Planungsmappen, so dass Schüler selbstorganisiert an individualisierten Lernzielen und aufgaben arbeiten können. Die Erich Kästner Schule zeigt, wie sie ihre Bilanz-Ziel-Gespräche gestaltet,damit Eltern, Schüler und Lehrkräfte gemeinsam den individuellen Lernweg der Schüler begleiten undreflektieren können.

Der 55-minütige Dokumentarfilm ist eine gemeinsame Produktion von Uli Fischer, selbstständigerFilmemacher aus Hamburg, und Wolfgang Fien, der am Institut für Bildungsmonitoring als Schulinspektortätig ist. Er ist in dieser Woche an die Schulen verschickt worden. Interessierte können ihn kostenfrei über das Institut für Bildungsmonitoring (www.bildungsmonitoring.hamburg.de) beziehen.


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