Neues Schülermentorenprogramm "Aktive Teens" zur Suchtprophylaxe erfolgreich

Das neue Schülermentorenprogramm "Aktive Teens" zur Suchtprophylaxe mit dem Namen "Aktive Teens" soll für weitere Hauptschulen im Land offen stehen. Dies gaben Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL und der Vorstand des Landesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK) Baden-Württemberg, Heinz Kaltenbach, am heutigen Donnerstag (19. April) zum Ende der Modellphase in der Markgrafenschule in Kraichtal-Münzesheim (Landkreis Karlsruhe) bekannt. Anlässlich einer Abschlussveranstaltung mit den sieben teilnehmenden Modellhauptschulen zogen Wacker und Kaltenbach eine positive Bilanz. "Das Konzept hat sich bewährt. Es setzt ganz auf die Vorbildwirkung der Schülermentoren. Damit erreichen wir mehr als mit gut gemeinten Ermahnungen von Erwachsenen."

19.04.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

An sieben Modellhauptschulen im Land wurde das neue Programm zur Tabakprävention und Gesundheitsaufklärung über ein halbes Jahr lang erprobt. Die Schülerinnen und Schüler haben selbst Initiativen für eine rauchfreie Schule entwickelt und umgesetzt. Die Aktionen reichten von Aktionstagen über Theaterworkshops bis hin zu Plakataktionen. Neu an dem Programm ist die konsequente Ausrichtung auf die Hauptschulen. Der Tabakkonsum ist unter Hauptschülern weiter verbreitet als unter den Schülern anderer Schularten.
Durch die Aktionen der Schülermentoren sollen die Mitschüler und Lehrkräfte zum Verzicht auf Zigaretten motiviert werden. Die rauchfreie Schule ist aber nur ein Ziel innerhalb des Projekts "Aktive Teens". Nach den Worten Wackers sollen die Jugendlichen dazu motiviert werden "den Lebensraum Schule selbst zu gestalten, indem sie Verantwortung für sich und andere übernehmen."

An dem Projekt "Aktive Teens" nahmen Hauptschüler der Klassenstufe 7 und 8 teil, die in Seminaren von ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern oder von Multiplikatoren über die Suchtproblematik informiert und für die Mechanismen einer Suchtentwicklung sensibilisiert wurden. Zudem erhielten die Mentoren Tipps und Anregungen für konkrete Aktionen und Maßnahmen. Die Schulung der Lehrkräfte und Multiplikatoren hatte bereits im September stattgefunden. Die Schülerseminare fanden bis Dezember letzten Jahres statt. Ziel des heute stattfindenden Abschlusskongresses ist es, die Ergebnisse aus der Schulung zu verfestigen. Gleichzeitig dient die Veranstaltung als Plattform für die Vorstellung konkreter Aktionen. Die Ergebnisse einer abschließenden Evaluation der Erprobungsphase des Projekts liegen im Frühsommer 2007 vor.

Um die Schülermentoren in ihrer Arbeit zu unterstützen, entstand die Idee einer Patenschaft zwischen Schulen und Betriebskrankenkassen vor Ort. "Eine Intensivierung der Tabakprävention ist für die Betriebskrankenkassen ein wichtiger Baustein der Suchtprophylaxe. Bedeutend ist dabei, dass die Eigenverantwortung und Eigeninitiative gefördert wird und die Maßnahmen die Lehrkräfte und Eltern mehr als bisher erreichen. Dies gefällt uns an diesem Projekt", betonte Heinz Kaltenbach vom BKK Landesverband. Der Landesverband der Betriebskrankenkassen Baden-Württemberg hat den Druck der Schulungsmaterialien sowie die Referenten für die Fortbildung der Lehrkräfte und Multiplikatoren finanziert. Die Betriebskrankenkassen vor Ort übernahmen die Patenschaften von Schulklassen und unterstützten die Schulen bei der Vorbereitung und Durchführung von Schülerseminaren. Sie begleiteten die Schülermentoren und Suchtbeauftragten bei der Realisierung ihrer Ziele und halfen Schülern bei der Umsetzung ihrer Ideen.


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