Niedrigste Hamburger Schulabbrecherquote seit 1996

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig hat heute die Vorstellung der Jahresbilanz des Hamburger Ausbildungsmarkts 2007 zum Anlass genommen, auf die neuen, deutlich gesunkenen Zahlen von Schulabbrechern in Hamburg zu verweisen: Mit 10,3 Prozent ist die Quote der Schulentlassenen ohne Hauptschulabschluss so niedrig wie seit 11 Jahren nicht mehr. 2001 hatte sie mit 12,5 Prozent ihren bisher höchsten Wert in Hamburg erreicht.

19.12.2007 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Im Einzelnen

  • verließen im Jahr 2007 insgesamt 16414 Schulentlassene Hamburger staatliche und nichtstaatliche Schulen, davon 1684 (= 10,3 Prozent) ohne Hauptschulabschluss.
  • verließen 2006 insgesamt 15690 Schulentlassene Hamburger staatliche und nichtstaatliche Schulen, davon 1802 (= 11,5 Prozent) ohne Hauptschulabschluss.

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig: "Auch wenn uns diese Zahlen noch längst nicht zufriedenstellen können, zeigen sie doch: Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind auf dem richtigen Weg. Unsere Bemühungen um mehr Praxislerntage und das vierte Praxis-Prüfungsfach, um mehr Deutsch und Mathematik in der Hauptschule und die Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit den Schulen tragen erste Früchte in der gesunkenen Abbrecherquote. Dementsprechend steigt auch unsere Zahl der Berufsschüler im 1. Ausbildungsjahr einer Berufsausbildung im dualen System um 1210 (+ 9,3 %) gegenüber dem Vorjahr (14.225 gegenüber 13.015)."

Die Bildungsbehörde hat gemeinsam mit den Kammern einen neuen Schulversuch vereinbart: Jugendliche, die nach einer vollzeitschulischen Ausbildung an einer voll qualifizierenden Berufsfachschule (BFS) eine duale Ausbildung absolvieren, können danach die BFS-Zeit auf die Berufsschulzeit anrechnen lassen. So erreichen sie eine Verkürzung ihrer gesamten Ausbildungszeit von gegenwärtig 5 auf 3,5 Jahre. Der Schulversuch soll mit mehreren 100 Schülerinnen und Schülern im Bildungsgang ´Kaufleute für Bürokommunikation´ erprobt werden.

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig: "Ich danke den Kammern für ihre Bereitschaft, diesen wichtigen Punkt aus dem Hamburger Ausbildungskonsens 2007 schon heute mit uns gemeinsam umzusetzen. Und ich danke der Hamburger Wirtschaft für ihr Engagement, mit dem sie in 2007 rund 1000 Ausbildungsverträge mehr als im Vorjahr abgeschlossen hat - und das trotz eines rund 5 Prozent stärkeren Hamburger Jahrgangs und eines weiter gestiegenen Zustroms der Umland-Jugendlichen."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden