Mecklenburg-Vorpommern

Niemanden zurücklassen – Landesweit freiwilliges 10. Schuljahr an Förderschulen

Bildungsminister Mathias Brodkorb setzt sich dafür ein, dass in Mecklenburg-Vorpommern künftig mehr Schülerinnen und Schüler die Schule mit der Berufsreife verlassen. Vom kommenden Schuljahr an bieten landesweit Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt "Lernen" ein freiwilliges 10. Schuljahr an. Das neue Angebot im Schuljahr 2014/2015 richtet sich an Mädchen und Jungen mit dem Förderschwerpunkt "Lernen", deren Entwicklung erwarten lässt, dass sie mit zusätzlicher Unterstützung den Abschluss der Berufsreife erreichen.

05.05.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

"Um so vielen Schülerinnen und Schülern wie möglich die Chance auf einen bundesweit anerkannten Schulabschluss zu geben, wird es vom kommenden Schuljahr an das freiwillige 10. Schuljahr flächendeckend in Mecklenburg-Vorpommern geben", kündigte Bildungsminister Mathias Brodkorb an. "In diesem Schuljahr haben wir an vier Förderschulen mit einem Modellversuch begonnen und gute Erfahrungen gemacht. Dieses Modell war so erfolgreich, dass es ab August deutlich ausgedehnt werden soll", sagte der Minister.

"In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss erfreulicherweise immer weiter zurückgegangen, aber noch immer nicht zufriedenstellend", betonte Brodkorb. Die Landesregierung halte an ihrem Ziel fest, die Quote der Schulabgänger ohne Berufsreife schrittweise bis 2020 zu halbieren.

In Mecklenburg-Vorpommern haben im Schuljahr 2007/2008 insgesamt 15,8 Prozent der Jungen und Mädchen die Schule ohne Berufsreife verlassen. Im Schuljahr 2011/2012 lag die Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Berufsreife bei 11,9 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau seit 2006. Im Schuljahr 2012/2013 sank die Quote der Schüler ohne Berufsreife weiter auf 10,3 Prozent.

"Rund 6 Prozent der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss holen die Berufsreife an der Beruflichen Schule oder an der Volkshochschule nach, so dass die tatsächliche Zahl weitaus niedriger ausfällt. An den Volkshochschulen waren es im Schuljahr 2012/2013 insgesamt 93 Schülerinnen und Schüler, die die Berufsreife nachgeholt haben, an den Beruflichen Schulen waren es 599 Schülerinnen und Schüler", so Brodkorb. "Für mehr als 80 Prozent der Jungen und Mädchen ist damit das Nachholen bereits jetzt gebührenfrei. Mein Ziel ist jedoch, allen Schülerinnen und Schülern ein gebührenfreies Nachholen des Schulabschlusses zu ermöglichen. Ich gehe davon aus, dass wir dieses Angebot spätestens vom Schuljahr 2015/2016 an machen können", sagte der Minister. Die Gespräche mit dem Städte- und Gemeindetag und dem Landkreistag seien noch nicht abgeschlossen.


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