NRW behält rote Laterne bei Ausgaben pro Schüler
"Bei den Ausgaben pro Schüler hat NRW im bundesweiten Ländervergleich noch viel Luft nach oben", kommentiert Udo Beckmann, der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, die [heutige Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes](http://bildungsklick.de/pm/93429/ausgaben-fuer-2012-6-300-euro-je-schuelerin-und-schueler/), "auch wenn es seit 2012 weitere Investitionen im Schulbereich gibt, ändert das im Ländervergleich grundsätzlich nichts an der desolaten Situation." Laut Statistischem Bundesamt gab es 2012 in NRW mit 5.500 Euro die niedrigsten Ausgaben pro Schüler (Durchschnitt: 6.300 Euro).
19.03.2015 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW"Auch die von der Landesregierung immer wieder propagierten hohen Personalausgaben relativieren sich deutlich, wenn man den Ländervergleich sieht", so Beckmann weiter. 4.700 Euro wurden 2012 pro Schüler als Personalausgabe verbucht (Durchschnitt: 5.100 Euro). "Auch hier hinkt NRW hinterher. Wer wie unsere Landesregierung kein Kind zurücklassen will, individuelle Förderung und Inklusion als zentrale Herausforderung beschreibt, der muss die notwendigen Ressourcen dafür zur Verfügung stellen." Das gelte sowohl im personellen Bereich als auch im Bereich der Schulbauten und deren Ausstattung, für die die Kommunen verantwortlich sind. "Es ist dem Engagement der Lehrkräfte zu verdanken, dass NRW trotz der vergleichsweise schlechten Rahmenbedingungen in Leistungsvergleichen noch so gut abschneidet", sagt Beckmann.
Besonders schlecht sehe es bei den Grundschulen aus, führt Beckmann weiter aus: "Bei den Ausgaben pro Grundschüler gab es in den vergangenen acht Jahren lediglich einen Zuwachs von rund 24 %. Im Bundesdurchschnitt wurde seit 2005 allerdings 32 % mehr Geld ausgegeben, in Hamburg sogar 53 % mehr. Wenn die Entwicklung so weitergeht wie bisher, wird NRW die rote Laterne auf Dauer behalten, und Schüler aus NRW werden das Nachsehen haben."
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