OECD: Zu wenige Studenten in Deutschland - BEV: Individuelle Förderung

Zur heute veröffentlichten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", die Deutschland erneut mangelhafte Bildungspolitik bescheinigt, sagte die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands, Isabell Zacharias: "Kein Wunder, dass Deutschland von Platz 10 auf Platz 22 gerutscht ist. Wir haben viel zu wenige Akademiker, weil wir die Kinder nicht ausreichend fördern und ihr Potenzial nicht ausschöpfen."

18.09.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Individuelle Förderung sei zwar seit Jahren in aller Munde, aber sie finde in der Praxis kaum statt. Der Bildungserfolg hänge stark vom sozialen und finanziellen Status der Familien ab. Wirklich individuell gefördert würden nur Kinder, deren Eltern sich das zeitlich und finanziell leisten könnten, zumal die Schulen einen immer größeren Teil des Unterrichts in die Familien auslagerten.

"Individuelle Förderung ist nur möglich, wenn die Schulen genügend pädagogisches Personal haben und sich um jedes einzelne Kind kümmern können.Wir brauchen erheblich mehr Lehrer pro Schüler, auch wenn das viel Geld kostet."

Finanziell müssten die Familien unterstützt werden. Das Büchergeld wieder abzuschaffen, wie es derzeit diskutiert werde, sei ein positives Signal, welches der BEV seit Jahren fordert. "Das genügt aber nicht. Wir brauchen wirkliche Lernmittelfreiheit, wie es sie früher in einigen Bundesländern gab. Das Büchergeld ist ja nur ein kleiner Teil der Ausgaben für die Schule. Nur wenn Familien für die Schule gar nichts mehr bezahlen müssen, haben alle Kinder gleiche Chancen."


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