Ostercamps 2007 - damit es mit der Versetzung doch noch klappt
Das Hessische Kultusministerium investiert in diesem Jahr eine halbe Million Euro in Ostercamps, mit denen es versetzungsgefährdeten Haupt- und Realschülerinnen und -schülern ermöglicht werden soll, die nächste Klassenstufe ohne "Ehrenrunde" zu erreichen. "So wollen wir wirksam helfen, motivieren und gute Schulabschlüsse vorbereiten", sagte Kultusministerin Karin Wolff heute in Wetzlar: "Der Schlüssel für bessere Leistung ist Motivation. Hier können Schülerinnen und Schüler vor allem lernen, vorhandene Kompetenzen zu nutzen und zu erweitern."
02.02.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenZwei Formen von Ostercamps werden während der Osterferien vom 2. bis 13. April 2007 in Hessen angeboten. Dabei finden o.camps in externen Camps statt, während die andere Variante auf Angeboten in bis zu 100 Schulen basiert. "Wir suchen nach dem besten Weg", erläuterte Karin Wolff, "und zielen auf praxistaugliche und Erfolg versprechende Ansätze in der Fläche."
o.camps in Frankfurt, Kassel und Wiesbaden
In Kooperation mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (www.dkjs.de) werden in Frankfurt am Main, Kassel und Wiesbaden o.camps (www.ocamp.de) organisiert. Dort erhalten 150 versetzungsgefährdete Haupt-, Real- und Gesamtschulschülerinnen und -schüler der 8. Klassen zwei Wochen lang Gelegenheit, ihre schulischen Leistungen zu verbessern und sich in gemeinsamen Lernwerkstätten für gute Schulabschlüsse fit zu machen. Im Mittelpunkt der von Deutscher Post AG, Lehman Brothers Foundation Europe, dem Graffiti- und Kommunikationskünstler "bomber" sowie dem Rap- und Hip-Hop-Musiker "Tone" unterstützten o.camps stehen das Nacharbeiten von Fachkenntnissen, Freude am Lernen durch neue Lernstrategien sowie das Aufbauen neuen Selbstbewusstseins gemeinsam mit anderen Jugendlichen.
Die Haupt-, Real- und kooperativen Gesamtschulen der drei o.camp-Regionen werden vom Kultusministerium angeschrieben und gebeten, Schülerinnen und Schüler bis Montag, 12. Februar 2007, anzumelden. Diesen stehen im o.camp Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Jugendleiter zur Seite. Vor und nach dem Camp setzen sich Paten aus ihrem vertrauten Umfeld für die Jugendlichen ein. Eltern und Lehrkräfte der beteiligten Schulen erhalten individuelle Förderempfehlungen. Rund 70 Pädagogen nehmen aktiv an einer Fortbildung zum Beurteilen und Beraten lernschwacher Schüler teil, um die Schülerinnen und Schüler in den o.camps und danach individuell beim Lernen zu unterstützen.
Landesweit bis zu 100 schulbezogene Ostercamps
Darüber hinaus werden Schülerinnen und Schülern, deren Versetzung und Abschlüsse gefährdet sind, schulbezogene Ostercamps (www.kultusministerium.hessen.de > Ostercamp 2007) angeboten. Vom 2. bis zum 13. April 2007 erhalten Jugendliche der neunten Haupt- und Realschulklassen kostenlos ein intensives Lern- und Methodentraining, das ebenfalls die Motivation fördern soll. Bis zu 100 hessische Schulen können solche Ostercamps durchführen, wobei das Kultusministerium die Organisation mit jeweils rund 4.000 Euro unterstützt.
Die Kurse werden von externen Lehrkräften, Sozialpädagogen, Referendaren und Lehramtsstudierenden höherer Semester geleitet und umfassen komprimiertes Wiederholen der Lehrplan-Inhalte sowie gezielte Übungen für die Abschlussprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch oder einer weiteren Fremdsprache. Die Unterrichtszeiten der schulbezogenen Ostercamps sind variabel, unterscheiden sich vom Schulalltag durch bewegte Pausen, gemeinsames gesundes Frühstück und Mittagessen sowie eventuelle Kurs- und Freizeitangebote an Nachmittagen. Das Projektbüro der Ostercamps ist in der Bad Homburger Gesamtschule am Gluckenstein untergebracht, wo auch die Einführungsveranstaltung stattfinden soll.
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