Bayern

Personalmangel an Hauptschulen ist hausgemacht

Die Grünen haben den drohenden Personalmangel bei den Hauptschullehrkräften als hausgemacht kritisiert: "Es ist doch kein Wunder, dass sich immer weniger Studierende auf eine Berufslaufbahn als Hauptschullehrerin oder Hauptschullehrer einlassen", sagte der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring. "Im Vergleich zu Gymnasial- oder Realschullehrern haben sie die schlechteste Bezahlung, aber die größte pädagogische Herausforderung." Die Grünen fordern deshalb eine Reform des Lehramtsstudiums: "Das Schubladendenken muss ein Ende haben."

12.10.2010 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Thomas Gehring widersprach dem Kultusminister, die Mittelschule sei eine Antwort auf die mangelnde Attraktivität der Hauptschule. "Die Arbeits- und Rahmenbedingungen werden sich auch an der Mittelschule nicht ändern." Spaenle müsse stattdessen endlich anerkennen, dass die starre Ausbildung von Lehrkräften für den jeweiligen Schultyp nicht mehr zeitgemäß sei: "Unser dreigliedriges Schulsystem ist seit langem in der Schieflage. Allein schon die demographische Entwicklung wird in Zukunft mehr Flexibilität einfordern", so Thomas Gehring. Die Grünen fordern daher, die Lehrerausbildung künftig nicht nach Schularten zu trennen, sondern den Schwerpunkt auf eine altersstufengerechte Qualifikation zu setzen. "Die Lehrkräfte brauchen mehr Knowhow für die pädagogischen Anforderungen, die in einer Altersgruppe notwendig sind. Wir fordern deshalb eine Reform hin zu einer Stufenlehrerausbildung. Nur so können wir sicherstellen, dass wir junge Lehrkräfte nicht am tatsächlichen Bedarf an unseren Schulen vorbei ausbilden."


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