Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen: Samstagunterricht nicht auf Kosten der Lehrerschaft!
Zurückhaltend bewertet der Philologen-Verband die "Freigabe" der 5-Tage-Woche im Schulbereich. Künftig soll die Schulkonferenz darüber befinden, ob Samstagsunterricht eingeführt wird.
08.08.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Mit der Schulzeitverkürzung an Gymnasien ist die tägliche Unterrichtsstundenzahl auch für jüngere Schüler angestiegen. Daher kann es pädagogisch sinnvoll sein, die Möglichkeit des Samstagsunterrichts zu beraten.
"Allerdings darf", so der Vorsitzende des Philologen-Verbandes, Peter Silbernagel, "das Wohl des Schülers nicht gegen die Belastungssituation und die Belange der Lehrerschaft ausgespielt werden!" Bereits jetzt liegt die arbeitszeitliche Beanspruchung für Lehrkräfte extrem hoch. Ein weiteres Drehen an der Belastungsschraube wird vom Philologen-Verband nicht hingenommen. Daher plädiert er für einvernehmliche Lösungen gemeinsam mit den Lehrkräften, nicht gegen diese.
Zu berücksichtigen ist, dass auch Lehrkräfte eine Entspannungs- und Regenerationsphase am Wochenende benötigen. Auch gilt es zu bedenken, dass das Wochenende vielfach für Korrekturarbeiten und zur Unterrichtsvorbereitung genutzt wird.
Die Schulzeitverkürzung führt an den Gymnasien de facto zu einer stärkeren ganztägigen Beschulung. Daher darf das Land keinesfalls über die 6-Tage-Woche davon ablenken, die für eine Ganztagsbeschulung erforderlichen sächlichen und personellen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.
Keine Kommentare vorhanden