Philologenverband fordert Rücknahme des Kabinettsbeschlusses zu Lehrerarbeitszeitkonten
Der Philologenverband Niedersachsen drängt weiterhin darauf, den Lehrkräften die seit zehn Jahren unentgeltlich geleisteten Überstunden vertragsgemäß zurückzugeben. Die Rücknahme des kürzlich erfolgten Kabinettsbeschlusses, der die Rückzahlung der Mehrstunden entgegen der vertraglichen Vereinbarung bis zur Pensionierung und damit um Jahrzehnte verschiebe, biete die einzige Chance zur Lösung des Konfliktes, erklärte der Vorsitzende des Philologenverbandes, Guillermo Spreckels. Ausdrücklich begrüßte er den Beschluss des FDP-Landesparteitages, die ursprünglichen Zusagen an die Lehrkräfte einzuhalten.
22.04.2008 Niedersachsen Pressemeldung Philologenverband Niedersachsen (PhVN)Auch Ministerpräsident Wulff zeige angesichts des geschlossenen Protests der Lehrerschaft und ihrer Unterstützung durch weite Teile der Öffentlichkeit Anzeichen von Kompromissbereitschaft. Allerdings könne der zum Flächenbrand ausgeweitete Protest gegen den eklatanten Vertrauensbruch der Landesregierung nur durch eine vollständige Annullierung des Kabinettsbeschlusses gelöscht werden.
Nur das Bekenntnis zum bisherigen Rechtszustand ohne Wenn und Aber schaffe die Grundlage für neue Gespräche zwischen Kultusministerium und Lehrerorganisationen, um Lösungen für die Unterrichtsversorgung auf der Basis der Freiwilligkeit und dazu erforderliche Anreize auszuloten, erklärte Spreckels.
Der Philologenverband werde gemeinsam mit anderen Lehrerorganisationen eine Kundgebung gegen die Verweigerung der vertraglich vereinbarten Überstundenrückzahlung durchführen, kündigte Spreckels an. Diese Kundgebung werde am 8. Mai, dem Tag der Anhörung der Lehrerverbände zu der umstrittenen Arbeitszeitregelung, in Hannover stattfinden.
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