Philologenverband für verbindliche Kursobergrenzen in Abitur- und Seminarfächern des achtjährigen Gymnasiums

Die Festlegung von Kursobergrenzen für Seminar- und Abiturfächer der Oberstufe im achtjährigen Gymnasium hat der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes Max Schmidt gefordert: "15 Teilnehmer in den beiden Seminarfächern und 20 in den Abiturfächern sind die Obergrenze des Machbaren. Bis zu diesen Größen kann ein vernünftiges Arbeiten mit der individuellen Betreuung der Schüler durch die Lehrkräfte gewährleistet werden.

29.02.2008 Bayern Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)

Schmidt erinnerte daran, dass die Staatsregierung bei der Neukonzeption der gymnasialen Oberstufe wesentliche Eckpunkte eines Modells aufgegriffen habe, das der Bayerische Philologenverband vor mittlerweile fünfzehn Jahren entwickelt hat: Seit 1993 forderte der bpv das Fünf-Fächer-Abitur mit den verpflichtenden Prüfungsfächern Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache, die Einführung von Seminaren und den Unterricht im Klassenverband in der Oberstufe. Allerdings setzte das Konzept des Philologenverbandes ein neunjähriges Gymnasium voraus. Vor dem Hintergrund eines gestrafften gymnasialen Gymnasiums hänge der Erfolg des neuen Modells noch stärker davon ab, dass gute Rahmenbedingungen ein intensives Arbeiten und eine optimale Abiturvorbereitung sichern.

"Wenn die Vorbereitung auf ein Studium und der Übergang in die Hochschulen und das Berufsleben reibungsloser als bisher gelingen soll, muss für die Oberstufe gelten: persönliche Betreuung in kleinen Klassen. Denn nur wenn die Qualität des Gymnasiums weiter stimmt, besteht die Chance, dass die Abiturienten tatsächlich früher und erfolgreich in Studium und Beruf einsteigen können", mahnte Schmidt auch unter Verweis auf die derzeitige Diskussion um Stunden- und Inhaltskürzungen am achtjährigen Gymnasium abschließend.


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