Niedersachsen

Philologenverband geht gegen Landesregierung wegen Erhöhung der Lehrerarbeitszeit vor Gericht

Weil die rot-grüne Landesregierung ihre willkürliche und wortbrüchige Arbeitszeiterhöhung für Gymnasiallehrkräfte kompromisslos aufrechterhält, wird der Philologenverband Niedersachsen jetzt mit juristischen Mitteln dagegen vorgehen.

27.05.2014 Pressemeldung Philologenverband Niedersachsen (PhVN)

Mit dieser Ankündigung eröffnete die Lehrerorganisation am Dienstag vor der Presse in Hannover eine neue Runde der Auseinandersetzung mit der Landesregierung um die Erhöhung der Pflichtstundenzahl für Gymnasiallehrer und Schulleiter an Gymnasien sowie um die Streichung der Altersermäßigung ab dem 55. Lebensjahr, die zum 1. August in Kraft treten sollen.

Kaum jemals habe eine Maßnahme einer Landesregierung eine solche Welle der Empörung und des einmütigen Protestes in der Lehrerschaft ausgelöst, unterstrich der Vorsitzende des Philologenverbandes, Horst Audritz. Nach der vielfältigen Zunahme der unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Belastung der Lehrkräfte in den letzten Jahren bei gleichzeitigen Einkommenseinbußen sei eine Stimmung des "Jetzt reicht´s!" unter den Lehrern übermächtig. Sie wollten mehr Zeit für die Vorbereitung guten Unterrichts und ihre pädagogischen Aufgaben haben. Stattdessen bürde man ihnen immer neue Belastungen auf. In einer Vielzahl von Veranstaltungen und in zahllosen Gesprächen mit den verantwortlichen Politikern seien von vielen Seiten immer wieder treffende Argumente gegen die Arbeitszeiterhöhung vorgebracht worden. Diese guten Gründe habe die Landesregierung aber ebenso kompromisslos abgeschmettert wie sie die innerparteiliche Opposition in ihren eigenen Reihen abgewürgt habe.


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