Philologenverband lehnt Losverfahren komplett ab!

Als unsägliches Modell einer verfehlten ideologiebehafteten Schulpolitik hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, den Vorschlag des Berliner Senats bezeichnet, einen beträchtlichen Teil der an Berliner Gymnasien angemeldeten Schülerinnen und Schüler nach dem Losverfahren auszusuchen.

03.06.2009 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

"Der Philologenverband lehnt jede Art von Quotenregelung ab – auch 10 Prozent der Kinder ins vorprogrammierte Scheitern zu schicken – ist unredlich und falsch. Ein Losverfahren ist leistungs- und kinderfeindlich, ungerecht, zutiefst unpädagogisch und nimmt zynisch das Scheitern von Kindern in Kauf. Wer aber in der Schulpolitik bewusst mit dem Scheitern von Kindern spielt, hat jede Glaubwürdigkeit verloren", so Meidinger.

Der DPhV-Vorsitzende betonte, dass die Quotenregelung unzweifelhaft der von der "Linken" und Teilen der SPD bewusst geplante Einstieg in die Umwandlung von Gymnasien in Gesamtschulen sei. "Auch bisher leistungsstarke Gymnasien in Berlin würden nach Einführung einer Quotenregelung in wenigen Jahren den Anschluss an das Niveau der Gymnasien in den anderen Bundesländern verlieren!", sagte der Bundesvorsitzende.

Der Philologenverband schlägt stattdessen vor, im Sinne der von allen Parteien befürworteten stärkeren Autonomie von Schule, den Gymnasien selbst zu überlassen, inwieweit sie von einer Quotenregelung Gebrauch machen wollen oder nicht. "Es wird sich dann bald zeigen, dass die meisten Gymnasien im Sinne der eigenen Profilbildung und im wohlverstandenen Interesse der Kinder auf eine Kombination aus allgemeinen Leistungskriterien und einer Eignungsfeststellung für das jeweilige Schulprofil setzen werden. Gymnasien, die die Quotenregelung umsetzen, werden bald keine mehr sein!", bekräftigte Meidinger.


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