Philologenverband mahnt Rückkehr zur Sachlichkeit

Einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe der PISA-Ergebnisse hat der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes Max Schmidt dazu aufgerufen, die Diskussion um die Konsequenzen für unsere Schulen auf der Sachebene zu führen.

03.12.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)

Schmidt kritisierte, dass die Debatte um die internationalen Schulleistungsstudien inzwischen zu einer regelrechten Hetzkampagne gegen das gegliederte Schulwesen verkommen sei. "Die Übertrittsentscheidung an weiterführende Schulen etwa als ´gnadenlose Selektion` zu verunglimpfen oder deren Lehrerschaft kaum verhohlen Ausländerfeindlichkeit zu unterstellen, ist ebenso geschichtsvergessen wie infam. Derlei Äußerungen überschreiten die Grenzen des Anstands bei weitem und sollten nicht wiederholt werden", forderte der bpv-Vorsitzende.

Deutschland solle den Rat führender Bildungsforscher ernst nehmen und sich weiter auf Verbesserungen innerhalb des bestehenden Schulsystems konzentrieren. "Auch die jüngste FORSA–Umfrage hat wieder einmal bestätigt, wie wenig die Gesamtschule und eine längere gemeinsame Schulzeit von der Bevölkerung befürwortet werden. Aufreibende Strukturdebatten sind auch aus diesem Grund nutz- und fruchtlos", sagte der bpv-Vorsitzende abschließend.


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