Saarland

Philologenverband wirft CDU im Saarland bildungspolitische Prinzipienlosigkeit vor

Heftige Kritik hat der Deutsche Philologenverband daran geübt, dass die Regierungskoalition im Saarland unter Ministerpräsident Peter Müller ein durch eine Vereinbarung abgesichertes Bündnis mit der Linken und Oskar Lafontaine geschlossen hat, um die Gemeinschaftsschule im Saarland in der Verfassung zu verankern.

04.03.2011 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

Der Bundesvorsitzende Heinz-Peter Meidinger betonte: "Nach Hamburg, wo nur ein Volksentscheid die CDU im Bündnis mit den Grünen an einer massiven Schwächung der Gymnasien hindern konnte, ist das Saarland nun ein erneutes Beispiel dafür, wie eine unionsgeführte Landesregierung mit einem grünen Koalitionspartner bereit ist, bisher geltende bildungspolitische Grundpositionen zu räumen und aufzugeben. Ab sofort läuft die Jamaikakoalition unter Ministerpräsident Peter Müller in der Bildungspolitik auf roten Krücken aus dem Sanitätshaus Lafontaine."

"Angesichts solcher aus reinen Machtoptionen heraus geschlossenen Bündnissen ist es keineswegs verwunderlich, dass viele bürgerliche Wähler den vor Wahlen abgegebenen programmatischen Erklärungen gerade im Bereich der Bildungspolitik nicht mehr trauen. Langfristig wird sich eine solche massive Aufgabe von bildungspolitischen Grundsatzpositionen für die Union im Saarland nicht auszahlen!", sagte Meidinger.


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