Prädikate für sechs Hamburger Schulen mit sportlichem Schwerpunkt vergeben

Hamburgs Schulen entwickeln immer mehr sportliche Angebote für ihre Schülerschaft: Dabei können unterschiedliche Zielsetzungen, von allgemeiner Bewegungsförderung bis zur Förderung einzelner Leistungssportler, im Mittelpunkt stehen - oder auch Zielgruppen, wie etwa Kinder im Grundschulalter, adipöse Kinder oder Spitzensportler.

04.01.2007 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)

Um dem deutlich verstärkten Interesse der Schulen wie auch der Sport-Vereine und –Verbände an dieser Entwicklung zu entsprechen, hat die Behörde für Bildung und Sport (BBS) zum Schuljahr 2006 / 2007 ein System in 4 Stufen entwickelt. • „Eliteschule des Sports“ • „Partnerschule des Leistungssports“ • „Sportbetonte Schule“ • „Bewegte Schule“ Die unterschiedlichen Kategorien sollen den Schulen dazu dienen, sich mit dem verliehenen Prädikat in der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Schülerinnen und Schülern sowie Eltern wird mit diesen Prädikaten die Orientierung unter den verschiedenen Angeboten und gegebenenfalls die Schulwahl erleichtert.

Seit kurzem tragen mehrere Schulen in Hamburg eines der neuen Prädikate mit sportlichem Schwerpunkt. Anfang Dezember wurde die Gesamtschule Alter Teichweg (Dulsberg) vom Deutschen Olympischen Sportbund mit den offiziellen Titel „Eliteschule des Sports“ und das Gymnasium Heidberg (Langenhorn) von der BBS mit dem Prädikat „Partnerschule des Leistungssports“ ausgezeichnet.

Zum Jahreswechsel verleiht die BBS die folgenden Prädikate: Die Schule Genslerstraße (Barmbek) und die Schule Am Sooren (Rahlstedt) erhielten das Prädikat „Sportbetonte Schule“ und die Schule Turmweg (Rothenbaum) und Schule Anna-Susanna-Stieg (Schnelsen) dürfen ab sofort das Prädikat „Bewegte Schule“ tragen. Diese Schulen haben ein überzeugendes Konzept eingereicht, nach dem Bewegung, Spiel und Sport das schulische Leben prägen und das Profil der Schule schärfen.

Bildungs- und Sport-Senatorin Alexandra Dinges-Dierig: „Die Prädikate für sportliche Schulen und das dahinter stehende Engagement belegen eindrucksvoll, wie der Sport in unserer Stadt auf allen Ebenen gelebt wird. Für uns ist die Sport-Förderung nicht nur eine Förderung der Spitze, sondern der Gesamtheit aller Sportlerinnen und Sportler.“

Weitere Informationen zum 4-Stufen-System: Als Eliteschule des Sports werden im Sport wie im schulischen Bereich besonders funktionstüchtige Verbundsysteme von Schule, Internat und Verein bzw. Verband bezeichnet. Hier steht in erster Linie die spitzensportliche Talentförderung im Mittelpunkt. Ernannt werden diese Schulen durch den Deutschen Olympischen Sportbund.

Partnerschulen des Leistungssports verfolgen das Ziel der Förderung von gesichteten sportlichen Talenten im Rahmen des Hamburger Sportartenkonzepts in Richtung auf die nationale Spitze. Ernannt werden diese durch die BBS gemeinsam mit dem Hamburger Sportbund.

Eine Sportbetonte Schule verfügt über eine sportliche Schwerpunktsetzung auf hohem Niveau. Neben weiteren Kriterien erteilt sie mehr als die geforderten 3 Sportstunden in der Woche und hat vertraglich eine Kooperation mit einem Fachverband des Hamburger Sportbundes vereinbart. Dieses Prädikat erteilt die BBS.

Die Bewegte Schule zeichnet sich durch ein Konzept der Bewegungsförderung aus, das u. a. die schulischen Räume bewegungsfreundlich gestaltet und Bewegung auch in den Sitzunterricht integriert. Diese Schulen werden von der BBS zertifiziert.

Alle Schulen mit sportlichem Schwerpunkt bieten Schulsport auch im außerunterrichtlichen Bereich an, z. B. in Form von Kooperationsmaßnahmen „Schule und Verein“ oder im Rahmen der sportlichen Ganztagsförderung.


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