Rede im Landtag

Prien: „In der Krise nicht die Hände in den Schoß legen“ 

„In dieser andauernden Phase der Unsicherheit ist es unsere wichtigste Aufgabe, Kindern und Jugendlichen und Ihren Familien Halt zu geben und ihnen eine Zukunftsperspektive zu bieten“, betonte Bildungsministerin Karin Prien heute (26. März) im Landtag. 

26.03.2021 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein
  • © Frank Peter

Schulen in der Pandemie

Zudem erläuterte Prien das umfassende Hygienekonzept der Schulen. Neben Testungen für Lehrkräfte und an Schule Beschäftigte, die schon seit Februar angeboten würden, sei man seit dieser Woche auch in der Lage gewesen, allen Schülerinnen und Schülern vor Ort ein Testangebot für einen Selbsttest zu machen. „Das gelingt weitgehend gut, und ich bin den Schulen und den Eltern sehr dankbar, die dieses Angebot zurzeit pragmatisch und kreativ umsetzen“, so die Ministerin. „Ich bin mir bewusst: unsere aktuelle Lösung ist nicht ideal. Aber in dieser Krisensituation wollten wir nicht die Hände in den Schoß legen und auf die perfekte Lösung warten, sondern anpacken. Wir testen! Denn jeder einzelne Test ist ein Schritt zu mehr Sicherheit.“ Die Ministerin führte weiter aus, dass auch in den Schulen nach den Osterferien ein umfangreiches Testen für die Bekämpfung der Pandemie eine wichtige Rolle spielen werde. „Aktuell bereiten wir uns auf verschiedene Szenarien vor. Dazu gehört auch das Prüfen der Voraussetzungen für eine verpflichtende Testung. Wir beobachten dabei die Entwicklung in Sachsen ganz genau und behalten natürlich immer die Testverfügbarkeit am Markt im Blick“, sagte sie. 
 
Mitwirkung in der Pandemie

Prien äußerte sich zur Mitwirkung von Eltern und Schülerinnen und Schülern. „Seit Januar 2020 haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meines Ministeriums, die Staatssekretärin und ich mehr als 50 Gesprächsformate mit den LEBs, LSV, Gewerkschaften und Verbänden im Bereich Schule geführt – erst noch in Präsenz in Ministerium, dann in Telefon- und jetzt in Videokonferenzen“, so Prien. Zuletzt habe ich jetzt am Montag vor der MPK mit den Landesschüler- und Elternvertretern, den Verbänden und Gewerkschaften beraten. Prien betonte: „Die Vertretungen von Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie die Verbände der Lehrkräfte werden während dieser Pandemie eng eingebunden. Die Einschätzungen von Eltern, Schülerschaft und Lehrkräften sind wichtig zur Vorbereitung unserer Entscheidungen.“ 
 
Lernrückstände aufholen

Die Bildungsgerechtigkeit ist nach den Worten von Ministerin Prien eine zentrale Herausforderung in dieser Pandemie. Es gelte gezielt die zu unterstützen, die am meisten Hilfe benötigten. „Dafür haben wir bereits mit Beginn dieses Schulhalbjahres unser Lernchancen-Programm gestartet und zunächst mit 1,8 Millionen Euro ausgestattet“, so Prien. Diese Mittel werden in Form von Budgets an die Schulen vergeben. Das Programm werde sehr gut angenommen. 
 
„Familien aus allen Einkommensgruppen sind besser oder schlechter in der Pandemie zurechtgekommen. Bund und Länder müssen in einem gemeinsamen Kraftakt die Bildungsgerechtigkeit verwirklichen und Schülerinnen und Schülern über die schon geplanten Programme der Länder hinaus helfen, Lernrückstände aufzuholen. In Schleswig-Holstein bereiten wir diesen Kraftakt für die Sommerferien derzeit vor.“
 


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