Baden-Württemberg

Private allgemeinbildende Schulen: Schülerzahl erneut um gut 2 Prozent gestiegen

Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes besuchen im aktuellen Schuljahr 2010/11 fast 100 900 Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg eine allgemeinbildende Schule in freier Trägerschaft1). Dies sind 2 400 oder gut 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit können die Schulen in freier Trägerschaft seit dem Schuljahr 1986/87 von Jahr zu Jahr steigende Schülerzahlen verbuchen.

23.02.2011 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Die privaten Grundschulen haben im Vergleich zum Vorjahr um knapp 400 oder gut 4 Prozent auf 9 200 zugelegt. Nahezu 5 000 Schülerinnen und Schüler besuchen die privaten Werkrealschulen und Hauptschulen; dies sind knapp 200 bzw. knapp 4 Prozent mehr als an den privaten Hauptschulen des Vorjahres. Gut 1 600 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit eine private Hauptschule, gut 3 300 eine private Werkrealschule. Die neue Werkrealschule wurde zum Schuljahr 2010/11 für die Klassenstufen 5 bis 8 eingeführt. In der Schulstatistik werden allerdings alle Schülerinnen und Schüler dieser Schulen der Werkrealschule zugeordnet.

Im Durchschnitt werden an den privaten Grundschulen im aktuellen Schuljahr 21,2 Schüler pro Klasse unterrichtet (Vorjahr 21,0). Damit sind in diesem Schuljahr nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes die Klassen an den privaten Grundschulen im aktuellen Schuljahr im Schnitt um 1 Schüler größer als an den öffentlichen (20,1). An den privaten Werkrealschulen und Hauptschulen werden durchschnittlich 20,7 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse unterrichtet, etwas mehr als an den öffentlichen mit 19,3. An den privaten Realschulen befinden sich im aktuellen Schuljahr rund 13 400 Schülerinnen und Schüler, nahezu 600 (knapp 5 Prozent) mehr als im Vorjahr. Mit durchschnittlich 24,8 Schülern pro Klasse sind hier die Klassen kleiner als an den öffentlichen Realschulen (26,4).

Die Schülerzahl an den privaten Sonderschulen ist um knapp 400 Schüler (knapp 3 Prozent) auf nahezu 15 400 angestiegen. Die durchschnittliche Klassenstärke ist hier entsprechend den besonderen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen mit 7,0 vergleichsweise niedrig.

Ein privates Gymnasium besuchen im Schuljahr 2010/11 fast 34 600 Schülerinnen und Schüler, 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gymnasien sind damit unter den Privatschulen mit Abstand am beliebtesten: Gut jeder dritte Privatschüler besucht diese Schulart. Die Schüler-Klassen-Relation an den privaten Gymnasien ist mit 25,4 im Schnitt deutlich niedriger als an den öffentlichen mit 27,1.

Die Schülerzahl an den Freien Waldorfschulen ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 200 (knapp 1 Prozent) auf gut 23 300 angestiegen. Damit wurde knapp jeder vierte Schüler (23 Prozent) einer privaten allgemeinbildenden Schule an dieser integrierten Schulform unterrichtet.

Die steigenden Schülerzahlen an den privaten allgemeinbildenden Schulen können die sinkenden Schülerzahlen an den öffentlichen Schulen (minus 22 700 bzw. 2 Prozent) bei weitem nicht kompensieren, so dass insgesamt die Schülerzahl an den allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 300 bzw. knapp 2 Prozent zurückgegangen ist. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler der privaten Schulen an den Schülerinnen und Schülern der allgemeinbildenden Schulen insgesamt liegt im laufenden Schuljahr nach den vorläufigen Ergebnissen bei gut 8 Prozent.


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