Qualitätsentwicklung von Berliner Ganztagsschulen

Kooperationsvertrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und der Regionalen Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule e. V. (RAA).

31.07.2004 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Das Land Berlin verfolgt ein ehrgeiziges Ganztagsschulprogramm, um zügig die Bildungschancen der nachwachsenden Generation zu vergrößern und es Eltern zu erleichtern, Beruf und Familie zu vereinbaren. Bereits 30% aller Berliner Grundschulen bieten offenen Ganztagsbetrieb, der kontinuierlich ausgebaut wird. Darüber hinaus bieten 29 Grundschulen inklusiv der Europagrundschulen gebundenen Ganztagsbetrieb. Bis 2006 werden 35 weitere Grundschulen gebundenen Ganztagsbetrieb aufnehmen.

Bei der Entwicklung und Qualitätsverbesserung der Ganztagsschulen wird die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der RAA, unterstützt.

Mit diesem Ziel unterzeichnen der Berliner Landesschulrat Hans-Jürgen Pokall und die Geschäftsführerin der DKJS, Dr. Heike Kahl, am Freitag, dem 30. Juli 2004, einen Kooperationsvertrag.

Die Senatsbildungsverwaltung und die DKJS richten gemeinsam eine regionale Serviceagentur "GanzTag" bei der Regionalen Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule Berlin e. V. (RAA) ein.

Damit wird das Programm für Berliner Ganztagsschulen "Ideen für mehr! Ganztägig lernen" unterstützt. Die Serviceagentur wird auch eng mit der Steuerungsgruppe "Berlin macht ganztags Schule" bei der Senatsbildungsverwaltung zusammen arbeiten. Sachkompetenz wird gebündelt, Ganztagsschulen in Berlin werden inhaltlich und qualitativ entwickelt und sie werden in das bundesweite Programm eingebunden.

Die Serviceagentur koordiniert die Umsetzung und Nutzung von Unterstützungsangeboten, steht einzelnen Schulen und ihren unterschiedlichen Partnern beratend zur Seite, vermittelt Experten, die Schulen unterstützen, organisiert Erfahrungstransfer und moderiert Entwicklungsprozesse durch geeignete Veranstaltungen, identifiziert Beispiele guter Praxis und gibt ihnen Gelegenheit, ihren Entwicklungsprozess zu reflektieren und öffentlich darzustellen, sammelt und erstellt Materialien und macht sie interessierten Schulen zugänglich, beteiligt sich am bundesweiten Netzwerk des Begleitprogramms und trägt mit ihrem regionalen Wissen zur Datenbank guter Beispiele des Begleitprogramms und zum Experten- und Materialienpool bei.

Bildungssenator Klaus Böger: "Das Ganztagsangebot in Berlin ist bereits beispielhaft. Und für uns zählt nicht nur Masse, sondern vor allem Klasse. Deshalb legen wir bei unserem Ganztagsprogramm besonderen Wert auf die Qualitätsentwicklung. Ich freue mich, mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Regionalen Arbeitsstelle für Ausländerfragen zwei kompetente Partner gefunden zu haben, die die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport beim Qualitätsmanagement unterstützen."

Die DKJS ist Träger von gemeinsamen Programmen und Projekten mit der öffentlichen Hand, Unternehmen und Stiftungen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die DKJS mit der Durchführung des Programms "Ideen für mehr! Ganztägig Lernen" betraut, das das Ganzstagsschul-Investitionsprogramm des BMBF als Begleitprogramm ergänzen soll.

Wesentlicher Bestandteil dieses Programms sind eine Datenbank, ein Beratungspool und eine Sammlung hilfreicher Informations- und Arbeitsmaterialien, die den Schulen und außerschulischen Partnern über eine Serviceagentur zur Verfügung gestellt werden.


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