Quallen, Speichel und Schlamm

13 Jugendliche vertreten Rheinland-Pfalz beim 41. Bundeswettbewerb von Jugend forscht. Die jungen Wissenschaftler konnten sich gestern in Ludwigshafen für das Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb qualifizieren. Insgesamt waren 59 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 40 Projekten beim Landesentscheid angetreten.

30.03.2006 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Sieger im Fach Arbeitswelt wurden Alper Cankaya (18) und Aylin Cankaya (16) vom Gymnasium Mainz-Gonsenheim. Sie entwickelten eine Methode, die Kriminalisten in Zukunft den Nachweis erleichtert, wer bei Unfällen hinter dem Steuer saß. Mit ihrem neuen Verfahren ist es erstmals möglich, einen genetischen Fingerabdruck aus Speichelspuren auf Airbags zu erstellen.

Die Pigmentierung blauer Nesselquallen untersuchten Philipp Börsch-Supan (19) von der Universität Marburg und Yanxiang Zhou (18) von der Universität München. Ihre Entdeckung eines neuen Farbpigments honorierte die Jury mit dem ersten Platz in Biologie.

Oliver Dumele (18) und Michael Mirion (19) vom Theodor-Heuss-Gymnasium in Ludwigshafen gelang es, Strom aus Schlamm zu erzeugen. Ihre Forschungsarbeit über einen See als ökologische Energiequelle brachte den beiden Jungforschern den ersten Preis im Fachgebiet Chemie.

In Geo- und Raumwissenschaften wurden Daniel Szymchack (16) und Tobias Lutz (15) vom Wilhelm-Erb-Gymnasium in Winnweiler ausgezeichnet. Die beiden analysierten unterschiedliche klimatische Bedingungen in Klassenräumen und deren Auswirkungen auf die Lernleistung von Schülern.

Mit dem Chaos befassten sich Tobias Sturm (15) und David Ziegler (15) von der Forschungswerkstatt Heidelberg im Fach Mathematik/Informatik. Ihr siegreiches Projekt: "Fraktalkonstruktionen nach dem Barnsley-Verfahren bei n-Ecken und deren Analyse". In Physik überzeugte Christian Schuster (17) von der Berufsbildenden Schule 1 in Mainz mit seiner selbst konstruierten Nebelkammer, in der sich radioaktive Teilchen nachweisen lassen.

Im Fachgebiet Technik wurden sogar zwei Sieger gekürt: Lisa Klag (18) vom Gymnasium Weierhof am Donnersberg in Bolanden optimierte einen Schulseismographen. Sivarathai Loganathan (19) vom Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Andernach gelang es, ein Photometer zu bauen, das nur 25 Euro kostet.

Der 41. Bundeswettbewerb findet vom 18. bis 21. Mai 2006 in Freiburg statt – gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Sick AG.

Die kompletten Fassungen der prämierten Jugend forscht Arbeiten aus Rheinland-Pfalz stehen unter www.jufobase.de im Internet.

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