Mecklenburg-Vorpommern

Quote der Schüler ohne Berufsreife erneut gesunken

In Mecklenburg-Vorpommern ist im vergangenen Schuljahr der Anteil von Mädchen und Jungen, die die Schule ohne Berufsreife verlassen haben, erneut zurückgegangen. Der Anteil von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss sank zum sechsten Mal in Folge von 15,8 Prozent im Jahr 2008 auf 11,9 Prozent im Jahr 2012, auf 10,3 Prozent im Jahr 2013 und auf 8,36 Prozent im Jahr 2014.

17.11.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

"Die Berufsreife ist eine wichtige Voraussetzung, um sich erfolgreich auf einen Ausbildungsplatz bewerben zu können. Ich freue mich, dass der Anteil von Schülerinnen und Schülern, die ihre schulische Laufbahn mit der Berufsreife verlassen haben, gestiegen ist. Jugendliche mit einem Schulabschluss haben gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt", sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. "Allerdings sollten diese guten Daten nicht überinterpretiert werden. Sie sind vor allem eine statistische Folge des seit dem Schuljahr 2014/2015 flächendeckend angebotenen zehnten freiwilligen Schuljahres. Nur wenn dieses von möglichst vielen Schülerinnen und Schülern auch erfolgreich abgeschlossen wird, können wir von einem echten Erfolg sprechen", schränkte Brodkorb ein.

In einem entsprechenden Modellprojekt konnten rund 90 Prozent der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ihren Schulabschluss erfolgreich abschließen. Im Schuljahr 2014/2015 investiert das Land an 27 Schulen rund 2,5 Mio. Euro in das besondere Angebot für den Erwerb eines erfolgreichen Schulabschlusses.

"Für mich ist es eines der wichtigsten politischen Ziele dieser Legislaturperiode, die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Berufsreife deutlich zu reduzieren. Daher freue ich mich über die positiven Entwicklungen der letzten Jahre sehr. Auch die Übernahme der Gebühren durch das Land für alle, die ihren Schulabschluss an Volkshochschulen nachholen wollen, ist hierfür ein weiterer wichtiger Baustein", erläuterte Bildungsminister Brodkorb. Allein im Schuljahr 2012/2013 haben etwa sechs Prozent der Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit genutzt, ihren Schulabschluss der Berufsreife an den beruflichen Schulen oder Volkshochschulen nachzuholen. Dadurch reduziert sich bereits jetzt die Quote an Schülerinnen und Schülern ohne Berufsreife auf etwa 4 bis 5 Prozent.

Im Schuljahr 2013/2014 haben zudem mehr Schulabgänger an Gymnasien und Gesamtschulen die Schule mit der Hochschulreife abgeschlossen. Insgesamt erreichten 35,3 Prozent der Absolventinnen und Absolventen das Abitur, 4,2 Prozent die Fachhochschulreife. "Dies sind erneut die höchsten Werte in der Geschichte des Landes", sagte Brodkorb. "Die Schulabgängerinnen und Schulabgänger können zu Recht stolz auf ihre Leistungen sein. Aber es zeigt zum wiederholten Male, dass unsere Schulen viel besser sind als ihr Ruf. Und dies ist insbesondere der Arbeit unserer Lehrerinnen und Lehrern zu verdanken", betonte der Minister.

Hinweis: In dem beigefügtem PDF-Dokument befindet sich eine Aufschlüsselung der statistischen Daten nach Landkreisen für die lokale Berichterstattung.

Anlagen:
Absolventen 2014 - Regionalisierte Ergebnisse (288 KB)


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