"Realschule als Erfolgsmodell"

Als "Erfolgsmodell" bezeichnete Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider die sechsstufige Realschule in Bayern, die Zunahme der Schülerzahl belege dies. Die Zahl sei allein von 2004/2005 von 219.600 bis zum laufenden Schuljahr auf 233.600 angewachsen.

30.06.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Der Realschulabschluss eröffnet nach Minister Schneider für die Schüler sowohl die Möglichkeit, eine qualifizierte Berufsausbildung zu durchlaufen, aber auch sich unmittelbar im Anschluss an die 10. Jahrgangsstufe über die Fachoberschule schulisch weiter zu qualifizieren bis hin zur allgemeinen Hochschulreife.

Die Qualität der Realschulausbildung habe durch die sechsstufige Realschule merklich zugenommen, so der Minister. Als Beispiel nannte er die Möglichkeit, eine zweite Fremdsprache vier Jahre zu belegen. Wichtige Neuerungen sei die Präsentation von Projekten und das Fach Informationstechnologie.

Kultusminister Schneider will in den kommenden fünf Jahren auch an Realschulen gebundene Ganztagsangebote einrichten. Mit Hilfe von 324 zusätzlichen Lehrerstellen gelinge es, im neuen Schuljahr die großen Klassen weiter abzubauen.

Durchaus selbstbewusst beschrieb Minister Schneider die Qualität des bayerischen Schulwesens. "Wir sind das Bildungsland Nr. 1 in Deutschland", so der Minister, "wir sind gut" und zwar "besser als die anderen Länder" in Deutschland. Aber Bayern wolle noch besser werden, blickte er nach vorn und verwies auch auf die Anstrengungen, die individuelle Förderung der Schüler auszuweiten und in allen Schularten gebundene Ganztagsangebote zu verwirklichen.

Kultusminister Schneider gab ein klares Votum zum gegliederten Schulwesen des Freistaats mit den Säulen Hauptschule, Realschule und Gymnasium ab. "Ich habe noch nicht gehört, dass man die Schülerinnen und Schüler in einem anderen Bildungssystem besser fördern kann." Die Ergebnisse internationaler Studien wie PISA gebe dem bayerischen Weg Recht, dort hatten die bayerischen Schüler eine Spitzenposition belegt. Mit der Entscheidung, im kommenden Schuljahr 2245 zusätzliche Lehrerstellen bereit zu stellen, sei die Ausgangsposition zu einer weiteren Verbesserung des Unterrichts und der Förderung der Schüler günstig.

Die Hauptschule entwickelt Minister Schneider gegenwärtig zu einer berufsorientierten Schule weiter, die jeder Schüler mit der Ausbildungsreife verlässt. Minister Schneider verwahrte sich gegen "falsche Prophezeiungen", dass eine große Zahl von Hauptschulen gefährdet sei; lediglich rund 15 würden im kommenden Schuljahr umgesprengelt. Das Hauptschulnetz wird deutlich enger bleiben als das der Realschulen und Gymnasien zusammen. Beim Gymnasium hatte Minister Schneider im April eine Übereinkunft zur Reduzierung des Lehrplans und eine moderate Kürzung der verpflichtenden Stunden getroffen, die nun umgesetzt wird. Kultusminister Siegfried Schneider hatte in den vergangenen zwei Monaten gemeinsam mit Kultusstaatssekretär Bernd Sibler einen intensiven Dialog mit Eltern, Schülern, Lehrkräften und interessierten Bürgern geführt.


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