Realschule künftig auch mit "Fachabitur"

Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) hält die "Leitlinien zur Schulstruktur" für schwer verdaulich. Soweit sie den Bestand eigenständiger Realschulen betreffen, lehnt er Pauschalregelungen ab und fordert am Einzelfall orientierte Bedarfsanalysen.

30.10.2007 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Gleichwohl sieht der VDR in dem Konzept diskussionswürdige Ansätze: Bei der Bündelung unter dem "Erfolgsmodell Realschule" bleibe ein differenziertes Bildungssystem erhalten. Die Landesregierung versuche, die Forderung nach längerem gemeinsamen Lernen mit den Anforderungen der Leistungsgesellschaft zu vereinen. Sowohl der Einheitsschule als auch der undifferenzierten Zweigliedrigkeit werde eine Absage erteilt.

Die Bedeutung der sowohl auf Beruf als auch auf Studium zielenden Realschulen soll nach dem Willen der Ministerin durch die Einrichtung eines direkten Weges zum "Fachabitur" gestärkt werden. Damit werden langjährige VDR-Forderungen aufgegriffen. "Für Eltern und Schüler entsteht eine neue attraktive Alternative zum Gymnasium", so VDR-Landesvorsitzender Bernd Karst.

Positiv bewertet der VDR, dass die Einsicht in die Notwendigkeit des Hauptschulbildungsgangs im Konzept erkennbar ist.

Die Realschulen werden sich einer sinnvollen Kooperation auch in Zukunft nicht verweigern. Entscheidend ist für den Realschullehrerverband die Vergleichbarkeit der Abschlüsse und die Vermeidung eines Qualitätsverlustes. Deshalb fordert der VDR abschlussbezogene Klassen und zentrale Abschlussprüfungen.

Die Ankündigung, die Klassengröße in den Klassen 5 und 6 der kooperativen Realschulen auf höchstens 25 Schüler zu begrenzen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Für die Individualisierung des Unterrichts müssen auch die übrigen Rahmenbedingungen über eine verbesserte Lehrerzuweisung gewährleistet sein.

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Verband Reale Bildung

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