Regelschule muss Ort der Förderung sein

"Dass die Landesregierung mit der Einrichtung von sonderpädagogischen Kompetenzzentren den Präventionsgedanken in den Vordergrund stellt, hält der VBE für richtig", so Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE NRW. "Der VBE unterstützt das mit dem neuen Konzept verfolgte Ziel, die Kinder möglichst im Regelschulwesen zu behalten."

19.05.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Die von der Landesregierung auf den Weg gebrachte Pilotphase zur Einrichtung sonderpädagogischer Kompetenzzentren muss aber nach Auffassung des VBE auf jeden Fall wissenschaftlich begleitet werden. Eine Evaluation, die von der Schulaufsicht und dem Ministerium durchgeführt wird, kann keine ausreichende Basis für die weiteren Überlegungen darstellen.

"Gefragt ist wissenschaftliche Unabhängigkeit", so Beckmann. "Die Gelder für eine unabhängige wissenschaftliche Begleitung und gezielte Auswertung sind allerdings bisher dafür im Haushalt nicht vorgesehen."

Um lang andauernde Beeinträchtigungen und die Überweisung in eine Förderschule verhindern zu können, muss die Förderung rechtzeitig ansetzen und regelmäßig stattfinden. Bislang krankt der gemeinsame Unterricht an dem Problem, dass beim einzelnen Kind nur etwa zwei bis drei Stunden Förderung ankommen.

"Um Kinder mit spezifischem Förderbedarf gezielt integrieren zu können, brauchen die Lehrerinnen und Lehrer in den Regelschulen wesentlich mehr Unterstützung", so Beckmann. "Deshalb kann das neue Konzept der Landesregierung nur Früchte tragen, wenn es mehr ist als eine Neuverteilung mangelnder Kapazitäten."


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