Regierung verteidigt Unterrichtsblätter zur Sozialpolitik

(hib/MPI) Mit den Unterrichtsmaterialien der Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e. V. zum Thema Sozialpolitik sollen nach Darstellung der Bundesregierung bei Schülern "Informations- und Diskussionsprozesse" angeregt werden. Es gehe nicht darum, Regierungspolitik in die Schulklassen zu tragen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort ([16/5460](http://dip.bundestag.de/btd/16/054/1605460.pdf)) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion ([16/5209](http://dip.bundestag.de/btd/16/052/1605209.pdf)).

19.06.2007 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Diese hatte auf ein Arbeitsblatt für den Unterricht verwiesen, das von der Arbeitsgemeinschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) erstellt worden war. Nach Auffassung der Abgeordneten ist ein Einfluss von Verbänden, Unternehmen und eines Verlages auf die Arbeitsgemeinschaft gegeben.

Die Regierung schreibt, die Arbeitsgemeinschaft sei eine mit Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern paritätisch besetzte, gemeinnützige Vereinigung mit Pädagogen und Publizisten zur Förderung der Bildung junger Menschen. Sie werde "nach Kenntnis der Bundesregierung" nicht durch den Gesamtverband der deutschen Versicherer, die Dresdner Bank oder die Bertelsmann Stiftung oder andere unterstützt, wie dies Die Linke dargestellt hatte. Die Kosten der Arbeitsgemeinschaft, die aus dem Haushalt des BMAS bestritten würden, betrügen rund 40.000 Euro, schreibt die Regierung. Das monierte Arbeitsblatt zum Thema Generationengerechtigkeit habe 1.300 Euro gekostet.

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