GEW Baden-Württemberg

Regionale Schulentwicklungsplanung beendet Stillstand

Die Bildungsgewerkschaft unterstützt klare Vorgaben und eine konzeptionelle Unterstützung der Kommunen durch eine regionale Schulentwicklungsplanung und erwartet von der Landesregierung schnell ein Konzept für die Lehrerinnen und Lehrer an Haupt- und Werkrealschulen.

23.07.2013 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Wenn Klassen wegfallen und Schulen geschlossen werden, brauchen die Lehrkräfte eine klare Arbeitsplatzperspektive, einschließlich entsprechender Begleitung, Unterstützung und Aufstiegsmöglichkeiten. Regionale Schulentwicklungsplanung darf kein Hauptschulschließungsprogramm sein. Trotz des dramatischen Schülerrückgangs brauchen wir eine Konzeption, die den verbliebenen Schüler/innen an Haupt- und Werkrealschulen gute schulische Bildung sichert", sagte am Dienstag (23.07.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

An den Haupt-/Werkrealschulen arbeiten etwa 13.000 Lehrkräfte (ohne Grundschulen). Die GEW setzt sich für eine nach klaren Vorgaben des Landes von der Schulverwaltung gesteuerte regionale Schulentwicklung ein. Beim Zwei-Säulen-Modell legt die GEW Wert darauf, dass an den Gemeinschaftsschulen auch gymnasiale Standards sichergestellt werden.

"Seit 40 Jahren gab es in Baden-Württemberg keine Schulentwicklungsplanung mehr, weil den CDU-/FDP-Abgeordneten der Mut dazu fehlte. Wir begrüßen es, dass die Landesregierung diesen Stillstand beenden will. Bereits unter der CDU-/FDP-Landesregierung war klar, dass die Eltern in den Haupt- und Werkrealschulen kein Modell für die Zukunft ihrer Kinder sehen. Wir brauchen jetzt mutige Landtagsabgeordnete, die bereit sind, für die Zukunft tragfähige Entscheidungen auch in ihren Wahlkreisen zu vertreten", sagte Moritz. Die GEW beobachtet eine hohe Akzeptanz der Reformen in den Kommunen. Eine große Zahl der Gemeinschaftsschulanträge wurde von Bürgermeistern gestellt, die der CDU und den Freien Wählern angehören.

Ansprechpartner

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