RLV NRW begrüßt Gesetzentwurf zur Reform der Lehrerausbildung
Die Landesregierung ist mit ihrem Gesetzentwurf zur Reform der Lehrerausbildung auf dem richtigen Weg. "Aus Sicht der Realschulen ist vor allem erfreulich, dass es keine Lehrer erster und zweiter Klasse mehr gibt", betont Ulrich Brambach, Vorsitzender des Realschullehrerverbandes NRW: "Alle Lehramtsbewerber werden künftig ein gleich langes Studium absolvieren und insofern gleiche Bedingungen haben. Sowohl in der Qualität als auch in der Quantität des Studiums darf es keine Unterschiede mehr zwischen den Ausbildungsgängen für die einzelnen Schulformen geben. Die Chance dafür eröffnet dieses Reformwerk."
25.06.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Realschullehrerverband NRWPositiv bewertet der Realschullehrerverband auch die Stärkung der Praxisphasen. Da der Lernort Schule schon während des Studiums stärker einbezogen werden soll, muss das Land dafür an den Schulen allerdings auch Ressourcen bereitstellen, fordert der RLV. Beispielsweise müssen die dort arbeitenden Lehrkräfte entsprechend geschult und entlastet werden, um die Studierenden sinnvoll betreuen zu können, so Brambach.
Weitere Pluspunkte des Gesetzentwurfs sieht der RLV in der schulformspezifischen Profilierung der fünf Lehramts-Studiengänge, in der Einrichtung von selbstständigen Zentren für die Lehrerausbildung sowie im Bekenntnis zur Intensivierung der fachdidaktischen und erziehungswissenschaftlichen Inhalte des Studiums. In den genannten Punkten entspricht die Reform der Lehrerausbildung Forderungen des RLV. Wünschenswert im Hinblick auf die Akkreditierung der Studiengänge wäre die Einbeziehung aller an der Lehrerausbildung beteiligten Kräfte, d.h. Lehrerinnen und Lehrer an Schulen, Seminarausbilder und Fachleiter sowie Ausbilder an Hochschulen.
- Kabinett verabschiedet Gesetzentwurf zur Reform der Lehrerausbildung
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