Baden-Württemberg

Rund 96 000 Schulanfänger im September 2014

Rund 96 000 Kinder feiern demnächst ihren ersten Schultag, so die Schätzung des Statistischen Landesamtes. Die große Mehrheit von ihnen (ca. 89 800) wird dieses Fest an einer Grundschule begehen, weitere ca. 1 650 an einer privaten Freien Waldorfschule; ca. 4 550 Kinder mit besonderem Förderbedarf werden an einer Sonderschule eingeschult werden. Aus diesem Anlass gibt das Statistische Landesamt die Ergebnisse der Auswertung der Schulanfänger 2013 bekannt.

10.09.2014 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Die Zahl der Einschulungen an Grundschulen1) ist im Zeitraum von 2000 bis 2013 um ein Fünftel von ca. 112 650 auf rund 90 100 zurückgegangen. Dennoch ist die Zahl der Einschulungen 2013 etwas höher als 2012, als der niedrigste Wert seit 1985 zu verzeichnen war. Die rund 90 100 Schulanfänger an den Grundschulen im letzten Jahr (Herbst 2013) setzten sich zusammen aus rund ca. 79 900 "normal" eingeschulten Kindern (bis zum 30.09.2013 sechs Jahre alt geworden), fast 2 200 "früh" eingeschulten Kindern (nach dem 30.09.2013 sechs Jahre alt geworden) und etwa 8 000 "spät" eingeschulten Kindern, die im Vorjahr zurückgestellt worden waren.

Dies entspricht Anteilen von

  • 2,4 Prozent "früh",
  • 88,7 Prozent "normal" und
  • 8,9 Prozent "spät" Eingeschulten.

Jungen werden weiterhin seltener früh und häufiger spät eingeschult als Mädchen. So wurden an den Grundschulen des Landes im Jahr 2013 von den Jungen knapp 2 Prozent, von den Mädchen dagegen gut 3 Prozent früh eingeschult. Spät eingeschult wurden gut 11 Prozent der männlichen Schulanfänger im Gegensatz zu knapp 7 Prozent der weiblichen.

Von den insgesamt rund 88 700 Kindern2) (siehe Tabelle "Erstmals schulpflichtige und zurückgestellte Kinder an Grundschulen seit 1990"), die im Herbst 2013 erstmals schulpflichtig waren, wurden 8 800 zurückgestellt (nahezu 10 %). Jungen waren mit gut 12 Prozent deutlich häufiger von einer Rückstellung betroffen als Mädchen mit gut 7 Prozent.

Zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen schwankten die Quoten der früh bzw. spät eingeschulten Kinder an Grundschulen auch im Jahr 2013 erheblich. Bei den Früheinschulungen reichte die Spannweite von 1,4 Prozent im Landkreis Rottweil bis zu 5,6 Prozent im Stadtkreis Heidelberg. Die Späteinschulungen streuten von 5,6 Prozent im Stadtkreis Freiburg bis zu 13,6 Prozent Landkreis Ravensburg.

1) Ab dem Schuljahr 2012/13 einschl. Grundschulen im Verbund mit einer Gemeinschaftsschule.
2) Zu den erstmals schulpflichtigen Kindern gehören alle, die bis zum 30.09.2013 das 6. Lebensjahr vollendet hatten (soweit sie nicht schon im Vorjahr eingeschult worden waren). Der Großteil dieser Kinder wurde eingeschult, ein Teil aber auch von der Einschulung zurückgestellt.


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