Runder Tisch zur Gewaltprävention

Mit Bestürzung über einen Schüler-Suizid und Erleichterung über ein vereiteltes Schulmassaker reagiert der Realschullehrerverband NRW (RLV) auf die jüngsten Ereignisse in Köln. Gleichzeitig fordert der Verband noch mehr Aufmerksamkeit und Engagement in der Gewaltprävention an Schulen.

19.11.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Realschullehrerverband NRW

"Bereits am 21. August hat sich der RLV in einem Gespräch mit Vertretern des Schulministeriums über die Einrichtung eines Netzwerks und eines Runden Tischs zu diesem Thema verständigt", sagt Vorsitzender Ulrich Brambach. "Das MSW wollte die Sache aktiv in die Hand nehmen. Getan hat sich seither leider zu wenig." Der Runde Tisch sollte Vertreter von Lehrerverbänden, Polizei, Psychologischen Diensten, Therapieeinrichtungen und Sozialarbeit sowie des Ministeriums zusammenführen, um gemeinsam Strategien und konkrete Maßnahmen gegen Gewalt an Schulen zu entwickeln. "Wir fordern die Landesregierung auf, tätig zu werden und den zugesagten Runden Tisch zu installieren", so Brambach.

Ein solcher Runder Tisch könne aber nur ein Schritt sein. Erforderlich seien weitere Maßnahmen. Vor diesem Hintergrund begrüßt der RLV den heute von der Ministerin vorgestellten Notfallordner als wichtiges Glied in der Präventionskette. Dennoch erklärt Brambach: "Wir brauchen und verlangen mehr Tempo beim Thema Gewaltprävention."


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