Saarland setzt auf starke Bildungsarbeit gegen Antisemitismus
Die Kultusministerkonferenz hat auf ihrer Jahrestagung in Berlin den Weg für eine vertiefte Zusammenarbeit mit der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem geebnet. Die neue Vereinbarung soll die Erinnerungskultur stärken und die Auseinandersetzung mit Antisemitismus in Schule, Wissenschaft und Kultur weiter voranbringen.
16.10.2026 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur SaarlandBildungsministerin Christine Streichert-Clivot betont die besondere Verantwortung von Schulen, junge Menschen für die Gefahren von Hass und Ausgrenzung zu sensibilisieren und demokratische Werte zu stärken.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot: „Jüdinnen und Juden werden in Deutschland Tag für Tag angefeindet und bedroht. Rechtsextreme Kräfte gewinnen an Einfluss, menschenfeindliche Positionen werden normalisiert. Damit wird das Versprechen ‚Nie wieder‘ längst verletzt. Die Erinnerung an die Shoah verpflichtet uns, diesen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten. Wir müssen Antisemitismus widersprechen, die Menschen schützen, gegen die sich dieser Hass richtet und diejenigen stärken, die sich dem entgegenstellen. Antisemitismus ist niemals hinnehmbar – nicht auf der Straße, nicht im Netz und erst recht nicht an unseren Schulen. Junge Menschen erfahren, dass hinter den Zahlen der Shoah Menschen standen: Kinder, Eltern, ganze Familien, deren Leben und Zukunft gewaltsam zerstört wurden. Die Zusammenarbeit mit Yad Vashem ist dafür von unschätzbarem Wert. Wir wollen junge Menschen darin bestärken, Antisemitismus zu erkennen, ihm entschieden zu widersprechen und füreinander einzustehen. Und unsere Schulen müssen Orte sein, an denen alle Kinder und Jugendlichen Schutz, Respekt und Zugehörigkeit erfahren.“
Im Saarland ist die Auseinandersetzung mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und die Förderung der Demokratiebildung bereits seit 2022 fester Bestandteil der Ausbildung angehender Lehrkräfte. Damit schafft das Land eine wichtige Grundlage, um Lehrkräfte im Umgang mit Antisemitismus, Diskriminierung und demokratiefeindlichen Einstellungen zu stärken. Gerade angesichts zunehmender Anfeindungen gegen demokratisches Engagement kommt Schulen eine besondere Bedeutung zu: Sie sind Orte, an denen junge Menschen lernen, Haltung zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen und die Würde jedes Menschen zu achten.
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