Lehrkräfte

Sachsen startet mit über 1.000 neuen Lehrern ins Schuljahr 2015/2016

Nach vorläufigen Zahlen (Stand März 2015) startet am kommenden Montag (24. August) für rund 451.000 Schüler an öffentlichen und freien Schulen das neue Schuljahr. Damit ist die [Schülerzahl](http://www.medienservice.sachsen.de/medien/assets/download/105550) gegenüber dem Vorjahr um mehr als 6.000 gestiegen. "Noch nie wurden so viel Lehrer unbefristet eingestellt wie in Vorbereitung auf das neue Schuljahr", sagte Kultusministerin Brunhild Kurth am Mittwoch, 19. August, in Dresden.

19.08.2015 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus
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So wurden 964 Lehrerinnen und Lehrer (Vollzeitäquivalente; VzÄ) unbefristet eingestellt. Die meisten Einstellungen gab es in Grundschulen (343 VzÄ), gefolgt von Oberschulen (302 VzÄ), Gymnasien (156 VzÄ), Förderschulen (113 VzÄ) und Berufsbildenden Schulen (50 VzÄ). Um auch die steigende Zahl an Flüchtlingskindern zu unterrichten, wurden darüber hinaus noch 50 Lehrkräfte (VzÄ) bis zum Ende des Schuljahres befristet eingestellt. Dabei handelt es sich um Lehrerinnen und Lehrer, die zum Beispiel auch das Fach Deutsch als Zweitsprache unterrichten können. "Damit kann das Schuljahr reibungslos starten", so Brunhild Kurth am Mittwoch, 19. August, in Dresden.

Wie die Kultusministerin darstellte, erwies sich das Einstellungsprogramm mit Ausnahme für die Schulart Gymnasium als zunehmend schwierig. "Der Lehrerarbeitsmarkt ist weitgehend leergefegt", so die Kultusministerin. Hinzu kommt ein Bewerbungsverhalten, dass mit den Einstellungsmöglichkeiten nicht einhergeht. "Fast zwei Drittel der Bewerber wollten ans Gymnasium. Rund 70 Prozent aller 1.600 Bewerber wollten nur an Schulen in Dresden oder Leipzig unterrichten", erklärte Kultusministerin Brunhild Kurth. Vor diesem Hintergrund wurden knapp 20 Prozent der freien Stellen mit Seiteneinsteigern besetzt. Seiteneinsteiger sind zum Beispiel diplomierte Chemiker, Mathematiker oder Physiker. Weitere rund 20 Prozent der freien Stellen wurden von Gymnasial- und Berufsschullehrern schulartfremd besetzt. Diese Lehrkräfte kommen meist an Grundschulen und Oberschulen zum Einsatz.

Nicht nur die Gesamtschülerzahl erhöhte sich, sondern auch die Zahl an Flüchtlingskindern. So stieg die Anzahl der Flüchtlingskinder in den Vorbereitungsklassen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 70 Prozent auf derzeit 3.751 Schüler. Zum Ende des abgelaufenen Schuljahres gab es 244 Vorbereitungsklassen. Nach derzeitigem Stand werden die Flüchtlingskinder im neuen Schuljahr in etwa 290 Vorbereitungsklassen unterrichtet. Im Laufe des neuen Schuljahres rechnet Kultusministerin Kurth damit, dass die Zahl an Flüchtlingskindern in Vorbereitungsklassen auf deutlich über 5.000 steigen wird. "Deshalb läuft unser Einstellungsverfahren für zusätzliche Lehrer weiter. Wir sind optimistisch, dass wir ausreichend Lehrer bekommen. Erste Ansprechpartner hierfür sind diejenigen Gymnasial- und Berufsschullehrer, die von uns bislang kein Einstellungsangebot erhalten konnten", so die Kultusministerin. Auch zusätzliche Fortbildungskurse für angehende DaZ-Lehrkräfte sollen im Lauf des Schuljahres starten.

Kultusministerin Brunhild Kurth dankte ausdrücklich allen Lehrerinnen und Lehrern, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler für die Willkommenskultur an den Schulen. "Sie eröffnen den Migranten Zugang zu einem für sie neuen Land. Die Lehrerinnen und Lehrer legen den Grundstein für eine echte Teilhabe an unserer Gesellschaft. Sie sind Vorbilder und geben den zum Teil traumatisierten Kindern Geborgenheit, Sicherheit und Bildung. All den Kolleginnen und Kollegen, die diese Aufgabe annehmen und meistern, gelten meine größte Anerkennung und mein Dank. Diese wertvolle Arbeit lässt sich mit Geld nicht aufwiegen", erklärte Brunhild Kurth.

Im neuen Schuljahr 2015/2016 blieb die Zahl der öffentlichen Schulen mit 1.352 (Vorjahr 1351) weitgehend stabil, wohingegen die Zahl der Schulen in freier Trägerschaft von 387 auf 392 stieg.


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