"Sag mir, wo die Gräber sind...!"

Die Sieger des landesweiten Schülerwettbewerbs 2005/06 "Sag mir, wo die Gräber sind...!" wurden heute ausgezeichnet. Der erste Platz ging an die Regionale Schule "Fritz Reuter" Dömitz für ihr Projekt über die Soldatengräber in Groß Schmölen und Dömitz. Auf den zweiten Platz kam die Regionale Schule Hohen Wangelin, die sich mit den Spuren des Krieges in der Gemeinde Jabel befasst hat. Platz drei belegte die Regionale Schule Ahlbeck für ihre Arbeit über die Geschichte der Alten Schule Kamminke.

31.05.2006 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

Außerdem wurden Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schule "Hans Franck" Wittenburg, des Erasmus-Gymnasiums Rostock, des Gymnasiums Fridericianum und des Goethegymnasiums in Schwerin für ihre Beiträge zu diesem Wettbewerb mit einer Urkunde ausgezeichnet. Insgesamt hatten sich 69 Schüler daran beteiligt.

Bildungsminister Hans-Robert Metelmann gratulierte den Schülerinnen und Schülern und bedankte sich für ihr Engagement: "Gern habe ich die Schirmherrschaft über den Schülerwettbewerb "Sag mir, wo die Gräber sind...!" übernommen. Mit dem Thema wurde ein breiter Rahmen vorgegeben, sich mit der "Spurensuche" nach Geschehnissen in der jüngsten Geschichte zu befassen. Die Projekte haben sehr deutlich werden lassen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich mit dieser Thematik im Geschichts- und Sozialkundeunterricht zu befassen. Das reicht von Arbeiten über Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft in Rostock über die letzten Kriegsmonate in Mecklenburg 1945 bis hin zu Projekten über das Konzentrationslager Wöbbelin. Jede Schülergruppe hat ihren eigenen Weg gefunden und ihre eigenen Ideen umgesetzt."

Der Bildungsminister dankte Innenminister Gottfried Timm als dem Landesvorsitzenden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. für die Initiative zu diesem Projektwettbewerb. Timm hob bei der Auszeichnungsveranstaltung die besondere Aufgabe des Verbandes hervor: "Der Volksbund hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben der Sorge um die Gräber der Kriegstoten und die Betreuung der Angehörigen, die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten und die Auseinandersetzung mit deren Schicksal zu fördern. Seit nunmehr über 50 Jahren betreibt der Volksbund als einziger Gräberdienst der Welt unter dem Leitgedanken "Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden" Jugend- und Bildungsarbeit in den verschiedensten Projekten. Seit dem Jahr 2000 hat der Landesverband M-V mit seinem Konzept für die Jugendarbeit den Schwerpunkt auf die Arbeit mit den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen des Landes gelegt."


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