Schockierende Gewalttat in einem Gymnasium in Ansbach (Bayern)
Mit Erschrecken und Betroffenheit reagiert der nordrhein-westfälische Philologen-Verband auf den neuerlichen Amoklauf eines 19-jährigen Schülers in Ansbach. Wir denken an die verletzten Schülerinnen und Schüler und hoffen, dass die Rettungsmaßnahmen gut verlaufen.
17.09.2009 Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Der Philologen-Verband appelliert an die Medienorgane, sich selbst eine zurückhaltend-sachliche Berichterstattung aufzuerlegen. Die Erfahrungen der Amokläufe in den letzten Jahren lehren, dass je intensiver und detaillierter die Berichterstattung erfolgt, um so eher Nachfolgetäter zu Gewalttaten animiert werden.
"Es ist unangebracht, jetzt die Diskussion über eine besondere Gefährdung von Schulen zu führen und damit Ängste heraufzubeschwören oder gar hysterische Reaktionen zu provozieren. Leider lehren die bisherigen Amokläufe auch, dass der Ruf nach verstärkten Kontrollen oder Überwachungen letztlich einzelne Gewalttaten nicht ausschließen kann. Wichtig ist eine Kultur der Aufmerksamkeit. Mitschüler, Freunde, Eltern und Lehrkräfte sind hier in besonderer Weise aufgefordert.", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes.
In Nordrhein-Westfalen ist die Sensibilität nach dem Amoklauf in Emsdetten stark gewachsen. Auch sind die Schulen über alle wesentlichen Erfordernisse informiert.
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