Schüler im Stress
(bikl) Fast jedes fünfte Kind unter 18 Jahren zeigt häufig deutliche Symptome von Schulstress wie Bauchschmerzen oder Angst vor Prüfungen. Das ergab jetzt eine repräsentative Umfrage, die die DAK gemeinsam mit der Zeitschrift Focus Schule durchgeführt hat. Das Heft erscheint am 11. Januar 2006.
10.01.2006 Artikel19 Prozent der Eltern nahmen diese Symptome bei ihrem Kind wahr. Knapp jedes dritte Elternpaar (30 Prozent) beobachtet dies gelegentlich, 24 Prozent selten. Über die Hälfte der Eltern (58 Prozent) meinen, dass Schüler heute in hohem Maße durch die Schule gesundheitsschädigendem Stress ausgesetzt sind. Das Forsa-Institut befragte 1000 Mütter und Väter von Schulkindern unter 18 Jahre.
Aggressiv und traurig
Die Studie fragte auch nach gesundheitlichen Reaktionen, die Schulstress bei den Kindern hervorruft. So gaben 60 Prozent der Eltern an, dass ihr Kind dann unkonzentriert, nervös und überdreht ist. Fast die Hälfte (47 Prozent) berichten von Kopf- und Bauchschmerzen. Auffällig: fast ebenso viele (45 Prozent) nehmen ihr Kind dann als aggressiv wahr. Rund jeder Dritte (37 Prozent) gibt an, dass das Kind traurig ist und sich zurückzieht. Lern- und Leistungsstörungen stellen 30 Prozent der Eltern fest. Frank Meiners, Diplom-Psychologe bei der DAK, erklärt den Teufelskreis: „Falsch ist es, in dieser Situation Druck aufzubauen. Das Selbstwertgefühl der Kinder leidet darunter. Eltern müssen Hilferufe ernst nehmen, aber nicht dramatisieren:“
Gespräch und Nahchilfe
Was unternehmen die Eltern, um ihren Kindern zu helfen? 90 Prozent suchen das Gespräch. Etwas weniger (80 Prozent) achten auf die ausgewogene Balance zwischen Schule und Freizeit. Drei von vier Eltern (77 Prozent) helfen bei den Hausaufgaben. Mit den Lehrern reden 71 Prozent und jedes dritte Elternpaar (35 Prozent) organisiert Nachhilfeunterricht.
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