"Schüler möchten ein regelmäßiges Feedback"
Nächste Woche werden wie jedes Jahr Mitte Februar die Zwischenzeugnisse an alle bayerischen Schülerinnen und Schüler vergeben und wie jedes Jahr regen sich Stimmen gegen die Beurteilung der Schüler anhand von Noten.
09.02.2009 Bayern Pressemeldung Verband Reale Bildung"Wir müssen uns immer wieder mit Aussagen auseinandersetzen, die die Noten-gebung als wenig aussagekräftig kritisieren und den Entwicklungs- und Leistungsfortschritt zu wenig bedacht sehen. Diese Aussagen sind so weder haltbar noch eines Pädagogen würdig. Die Zeugnisnote besteht aus vielen Einzelnoten, die über das gesamte Schuljahr hinweg erhoben wurden, sodass die Endnote nicht nur eine Momentaufnahme darstellt. Bei der Notengebung ist pädagogisches Handeln gefragt und das Gespür für Sondersituationen, beispielsweise durch den Nachteilsausgleich bei Legasthenie oder einer Lese-/Rechtschreibschwäche", erläutert der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands Anton Huber.
Auch stellen laut Huber die Lehrkräfte immer wieder fest, dass Schüler dieses regelmäßige Feedback anhand von Noten wollen. Ein einfaches "das hast du gut gemacht" oder "hier musst du noch etwas arbeiten" reichen oft nicht aus, da die Schülerinnen und Schüler diese Aussagen nicht einordnen können. "Eine schlechte Note stellt hierbei auch auf keinen Fall eine Diskriminierung dar, sondern sie zeigt den Handlungsbedarf auf. Eltern sollten deshalb bei schlechten Noten mit ihrem Kind nicht schimpfen, sondern sie sollten sie unterstützen und ihnen Hilfe an die Hand geben. Unnötiger Druck führt nur dazu, dass die Kinder die Lust am Lernen und an der Schule verlieren und das kann nicht das Ziel sein! Im Übrigen sollten wir nicht jene als menschenverachtend verteufeln, die Leistung auch von den Schülern fordern. Wir bereiten unsere Kinder auf die Leistungsgesellschaft vor und dazu gehört auch das Bewerten von Leistung", so Huber.
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