Hamburg

Schulbehörde bestätigt Vereinbarungen des Schulfriedens

"Der Haushaltsplan der Schulbehörde bestätigt noch einmal, dass der Schulfrieden eingehalten wird", sagt Behördensprecher Peter Albrecht. "Insbesondere die Planung der Lehrerstellen orientiert sich an den von allen Parteien der Bürgerschaft getroffenen Vereinbarungen. Das ist eine gute Nachricht für Hamburgs Schulen, denn es werden auch in den nächsten Jahren stetig neue kleine Klassen eingerichtet und so schrittweise die Lehrer-Schüler-Relation weiter verbessert. Hamburg investiert auch weiterhin große Summen für die Verbesserung der Schulen."

16.08.2012 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Entscheidend für die Stellungzuweisungen an die verschiedenen Schulformen sind ausschließlich die Zahl der Schülerinnen und Schüler sowie die so genannten Bedarfsgrundlagen (Lehrerstunden pro Schüler). Die Veränderungen der Stellenzuweisungen von 2012 auf 2013/14 haben nichts mit der Bevorzugung einer bestimmten Schulform zu tun, sondern sind u.a. auf folgende Effekte zurückzuführen:

  1. Die Schülerzahlen in den verschiedenen Schulformen haben sich geändert (zum Beispiel sinkende Schülerzahlen an Sonderschulen aufgrund der Inklusion, aber auch die Beendigung der Primarschulversuche an den Grundschulen).
  2. Durch den Schulentwicklungsplan sind einige Schulen anderen Schulformen zugeordnet worden, zum Beispiel haben einige Grund- und Stadtteilschulen zusammen eine neue Schule gegründet und sind jetzt nur noch als Stadtteilschule geführt. Auch dieser Effekt führt zu veränderten Schülerzahlen in den Schulformen (Reduzierung bei Grundschulen, Zuwachs bei den Stadtteilschulen).
  3. Mit der Inklusion wurden einigen Schulformen wie zum Beispiel der Stadtteilschule zusätzliche Lehrkräfte zugewiesen, weil diese auch zusätzliche Aufgaben und Schüler bekommen haben.
  4. In den Grundschulen wachsen die kleinen Schulklassen weiter durch (19 Schülerinnen und Schüler in Stadtteilen mit besonderen sozialen Herausforderungen und 23 in allen anderen Stadtteilen). Deshalb bekommen die Grundschulen pro Schüler etwas mehr Lehrerstunden. Diese Entwicklung wird erst mit dem Schuljahr 2013/14 abgeschlossen sein. (Die Veränderung der Bedarfsgrundlagen ist von allen Parteien der Bürgerschaft im Jahr 2010 beschlossen worden und wirkt weiter nach.
  5. In den Stadtteilschulen wachsen die kleinen Schulklassen (23 Schülerinnen und Schüler in Klasse 5 und 25 in Klasse 7) langsam durch und daher bekommen die Stadtteilschulen pro Schüler etwas mehr Lehrerstunden. Diese Entwicklung wird abgeschlossen im Schuljahr 2015/16. (Die Veränderung der Bedarfsgrundlagen ist von allen Parteien der Bürgerschaft im Jahr 2010 beschlossen werden und wirkt weiter nach.)
  6. Lehrkräfte in den Jahrgangsstufen 5-10 der Stadtteilschulen werden in ihrer Unterrichtsverpflichtung den Lehrkräften an den Gymnasien gleichgestellt. Diese Arbeitsentlastung führt zu einer geringfügig höheren Zahl von Lehrerstellen an den Stadtteilschulen. (Dies ist im Schulfrieden so verhandelt worden und wirkt weiter nach).

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden