Brandenburg

Schule für alle

Wann: Donnerstag, 12. Mai 2011, 12.30 * 13.30 Uhr. Wo: Grundschule Stadtmitte, Karl-Marx-Straße 3, 03238 Finsterwalde, Land-kreis Elbe-Elster, Was: Bildungsministerin Martina Münch spricht im Rahmen ihrer Kreisreise im Landkreis Elbe-Elster mit Lehrerinnen und Lehrern der Grundschule Stadtmitte in Finsterwalde über das Thema "Inklusion - Schule für alle".

11.05.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen Fragen, wie sich die Gesellschaft verändern muss, um den Weg zur Inklusion zu ebnen, und wie sich die Schulen darauf vorbereiten können, künftig Kinder und Jugendliche mit und ohne Förderbedarf gemeinsam zu unterrichten.

Hintergrund des Gesprächs ist die *UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen*, die die Bundesrepublik Deutschland An-fang 2009 ratifiziert hat. *Die UN-Behindertenkonvention stellt einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Rechte der Menschen mit Behinderungen dar. Das dort formulierte Ziel der Inklusion bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihren Voraussetzungen gemeinsam eine Schule besuchen*, erklärt Bildungsministerin Martina Münch. *Bei der Umsetzung von Inklusion geht es nicht nur um die Veränderung von Rahmenbedingungen * es geht vielmehr um einen tiefgreifenden Be-wusstseinswandel*, macht Münch klar. *Das wesentliche Prinzip von Inklusion ist die Wertschätzung von Vielfalt * heterogene Gruppen werden der Normalfall, in der Gesellschaft wie in der Schule. Das bedeutet steigende Chancengerechtigkeit, denn gerade Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf Lernen sind in der Regel Kinder und Jugendliche aus Elternhäusern, die Unterstützung benötigen. Mein Ziel ist: Im Jahr 2019 soll kein Kind wegen eines besonderen Förderbedarfs im Lernen, in der sprachlichen Entwicklung oder im Verhalten seine Schule verlassen müssen.* Zum Thema Inklusion * Schule für alle wird die Ministerin in den kommenden Wochen und Monaten weitere Gespräche mit Schulen im Land suchen, die bereits Erfahrungen mit dem Thema Integration und Inklusion von Kindern mit Förderbedarf haben.

Zudem finden derzeit sechs Regionalkonferenzen statt, in denen das Thema Inklusion auf breiter Ebene mit allen an Bildung von Kindern und Jugendlichen Beteiligten diskutiert wird, mit Lehrerinnen und Lehrern, Schulleitern, Schulämtern, Erziehern, Schulträgern, Sozial- und Jugendhilfeträgern, Behindertenverbänden, Schüler- und Elternvertretern, Mitarbeitern von Sozial- und Jugendämtern und Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die nächsten Regionalkonferenzen finden am 17. Mai 2011 in Eberswalde, am 25. Mai in Fürstenwalde, am 31. Mai in Cottbus und am 01. Juni 2011 in Neuruppin statt.

Informationen zur Grundschule Stadtmitte Finsterwalde: In der Grundschule Stadtmitte Finsterwalde lernen derzeit 206 Schülerinnen und Schüler, darunter neun Kinder mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf Sprache, vier Kinder mit dem Förderbedarf Lernen, zehn Kinder mit dem Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung sowie zwei Kinder mit Körperbehinderungen. Sie werden von 19 Lehrkräften unterrichtet und erhalten Unterstützung von zwei Sonderpädagogen und einem Schulsozialarbeiter. Das gesamte Lehrerkollegium wurde im Schwerpunkt *Individuelles Fördern und Elternkonflikttraining* fortgebildet.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.248770.de


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